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Ab ins Deutsche Haus

Steffen Warias gewinnt Silber bei Paralympics

Am Donnerstag hat er doch noch seine ersehnte Medaille bei den Paralympics in London geholt: Im Straßenrennen über 64 Kilometer gewann Steffen Warias vom RV Pfeil Tübingen die Silbermedaille in 1:42,51 Stunden.

07.09.2012
  • Tobias Zug

London (England). Es ist Silber. „Aber es glänzt für mich fast wie Gold“, sagte Steffen Warias. Der Radfahrer des RV Pfeil Tübingen hat am Donnerstag auf der Motorsportstrecke in Brands Hatch im Straßenrennen seine Stärken im Sprint ausnutzen können und fuhr knapp hinter dem Sieger Roberto Bargna aus Italien über die Ziellinie. Das Ergebnis schmeckt dem 27-Jährigen gut, nachdem er in den Wettbewerben zuvor im Zeitfahren und auf der Bahn keine Medaillenplätze erreicht hatte.

„Natürlich wächst da der Druck schon“, sagte Warias. Doch auf der Straße, auf der 64 Kilometer langen Rundstrecke, sah er sowieso seine besten Chancen, noch eine legierte Gedenkprägung des Internationalen Paralympics-Komitee mit nach Hause zu bringen. „Ich denke, dass ich meine Nerven auch ganz gut im Griff hatte“, sagte Warias. Leicht gemacht wurde es ihm aber nicht: „Es war ein sehr hartes Rennen mit vielen Attacken“, sagte er. Der RV Pfeil-Fahrer aus Reute war stets in der Spitzengruppe dabei, die am Schluss sogar noch 14 Fahrer groß war. „Das hätte ich auch nicht gedacht, dass die Schlussgruppe noch so groß sein würde“, sagte Warias.

Im Schlusssprint zog Warias durch, nur an dem Italiener Bargna kam er nicht mehr heran. Sei’s drum: „Ich freue mich, dass es noch so ein toller Abschluss wurde.“ An der Strecke standen auch Warias’ Onkel, sein Bruder und seine Freundin, die ihn anfeuerten und gratulierten. Seine Eltern riefen ihn unmittelbar nach dem Rennen an. „Die Rennen haben Spaß gemacht, es war einfach genial, wie viele Zuschauer immer da waren und bei jeder Durchfahrt uns angefeuert haben“, sagte Warias, „das ist man bei sonstigen Rennen nicht so gewohnt.“ Speziell bedankt hat sich Warias gestern bei seinem Team- und Zimmerkollegen Tobias Graf, der im Zeitfahren die Goldmedaille gewonnen hatte. „Er hat mir sehr geholfen und für mich gearbeitet“, sagte Warias, „die Medaille gehört zur Hälfte ihm.“

Bis zur Abschlussfeier am Sonntag bleibt Steffen Warias mit dem Team in London. Die nächsten Tage wollen sie Englands Hauptstadt genauer besichtigen. Warias’ Donnerstagabendprogramm: „Ab ins Deutsche Haus und feiern.

Steffen Warias gewinnt Silber bei Paralympics

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07.09.2012, 12:00 Uhr

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