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Natursteinpark Rongen

Steht im Regen

Der nicht genehmigte, aber lange geduldete Natursteinpark Rongen am Tübinger Galgenberg ist bei den Leserbriefen das Aufreger-Thema (Sabine Lohr berichtete am 12. November).

16.11.2012

Gut anderthalb Jahre ist es her, dass OB Palmers Auffassung im TAGBLATT wiedergegeben wurde, in Tübingen gebe es genügend Flächen für Unternehmen. „Das reicht fürs ganze Jahrzehnt“, so der OB damals. Und: „Jeder Tübinger Betrieb, der erweitern will, muss eine gut geeignete Fläche bekommen“, das habe in seinen ersten vier Jahren als Stadtoberhaupt auch stets geklappt. Somit alles in bester Ordnung ?

– Mitnichten ! Wie nun im Jahre sechs nach Palmers Wahl publik wurde, besichtigten vor ebenfalls sechs Jahren Behördenmitarbeiter – auch des Stadtplanungsamtes – den Natursteinpark Rongen und stellten dessen unbehebbare Illegalität an diesem Standort im Schindhau fest. Danach legte die Stadtverwaltung erst einmal drei Jahre lang die Hände in den Schoß, bevor sie nach einem anderen Standort suchte. Eine Standortalternative in Tübingen ist für den Natursteinpark bis heute nicht absehbar.

Nicht weniger Besorgnis erregend das Rechtsempfinden des Stadtrats Bernd Gugel (Grüne), der den Betrieb im Schindhau – weil ein Mietvertrag vorliege (!) – nicht als illegal verstanden wissen wolle. Es bleibt zu hoffen, dass kein Gewerbetreibender sich diese Auffassung zu eigen macht und künftig vor Baubeginn unter Hinweis auf das Bestehen eines Kaufvertrags auf die erforderliche Baugenehmigung pfeift.

Es geht nicht darum, einem Tübinger Gewerbetreibenden „den Stecker zu ziehen“. Vielmehr hat dieser Vorgang offenkundig werden lassen, dass die Stadtverwaltung ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat, ein Gewerbetreibender im Regen stehen gelassen wurde. Das ist nicht die Art von Wirtschaftsförderung, die sich die Mittelstandsvereinigung vorstellt.

Jost Brimo, Kreisvorsitzender der Mittelstands- vereinigung Tübingen

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16.11.2012, 12:00 Uhr

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