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Stuttgart

Steuerzahlerbund: Ausufernden Kosten bei Opernsanierung

Der Bund der Steuerzahler dringt bei der Planung der Sanierung des Opernhauses in Stuttgart auf Transparenz.

25.03.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. „Wenn eine Entscheidung naht, ist es wichtig, dass eine Hausnummer genannt wird, die einzuhalten ist“, sagte Landeschef Zenon Bilaniuk der Deutschen Presse-Agentur. So dürfe nicht im Zuge der Sanierung auf einmal auf eine andere Bühnentechnik gesetzt oder der Wunsch nach zusätzlichen Räumen geäußert werden. Solche Kostensteigerungen müssten vermieden werden. Man arbeite mit „größtmöglicher Transparenz“, entgegnete das Land.

Die Opernsanierung in Stuttgart sei ein Großprojekt mit internationaler Strahlkraft, hieß es im Finanzministerium. Die Sanierung und Erweiterung des 100 Jahre alten Hauses seien mit Risiken verbunden. „Dabei und auch bei der Ermittlung der Kosten arbeiten wir mit größtmöglicher Transparenz“, versicherte ein Sprecher. Man stehe noch am Anfang und können jetzt nicht sagen, was das Projekt am Ende kosten wird. Zunächst müsse mal beschlossen werden, was alles wie umfassend renoviert werde.

Die Gesamtkostenschätzung für das Projekt lag bisher bei mindestens 400 Millionen Euro. Eine konkrete Summe ist vom Finanzministerium bislang nicht genannt worden. „Wichtig ist bei der Sanierung, dass während des ganzen Prozesses absolute Transparenz herrscht“, betonte Bilaniuk. Er warnte vor einem finanziellen Risiko für die öffentliche Hand. „Es wäre überlegenswert, die ganze Angelegenheit einem Generalunternehmer anzuvertrauen und einen Festpreis zu vereinbaren. Dann ist das Risiko woanders angesiedelt. Und wenn es schiefgeht, muss nicht der Steuerzahler in die Bresche springen.“

Bei allen großen Bauprojekten der öffentlichen Hand seien in den vergangenen Jahren die Kosten explodiert, sagte Bilaniuk. Er verwies auf den geplanten Hauptstadtflughafen in Berlin und die Elbphilharmonie in Hamburg. Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart hatten sich vor kurzem noch einmal zur anstehenden Sanierung des Opernhauses bekannt. Die Kosten dafür wollen die Partner je zur Hälfte tragen. Baubeginn soll 2023 sein.

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25.03.2018, 13:21 Uhr | geändert: 25.03.2018, 12:10 Uhr

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