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Stihl setzt auf Akkugeräte
Der Vorstandschef der Stihl AG, Bertram Kandziora, stellt eine neue Kettensäge vor. Foto: dpa
Bilanz

Stihl setzt auf Akkugeräte

Der Motorsägenhersteller ist 2016 wieder kräftig gewachsen und sieht sich für neue Trends gut gewappnet.

26.04.2017
  • DPA

Waiblingen. Der Motorsägenhersteller Stihl will sein Akkugeschäft deutlich ausbauen. Der Absatzanteil werde 2017 von 5 Prozent wohl auf „deutlich über 10 Prozent“ steigen, sagte Stihl-Chef Bertram Kandziora. Die Nachfrage nach batteriebetriebenen Rasenmähern oder Heckenscheren ziehe an. Der höhere Batterie-Anteil an den Geschäften soll auch über neue Produkte im Sortiment ermöglicht werden, etwa eine Akku-Motorsäge. Stihl bietet erst seit 2009 Akkuprodukte an, sie blieben lange aber eine winzige Geschäftsnische. Das ändert sich: Im vergangenen Jahr kletterte der Batterie-Absatzanteil von 3 auf 5 Prozent.

Auch andere Werkzeughersteller verkaufen immer mehr kabellose Geräte, so baute Metabo seinen Akku-Umsatzanteil nach eigenen Angaben binnen acht Jahren von 15 auf 35 Prozent aus. „Akkugeräte sind leicht, leise und einfach zu bedienen – das ist einfach ein Markttrend“, sagte Stihl-Chef Kandziora.

Er bekräftigte, dass man trotz des Akku-Trends auch mit Benzinprodukten bessere Geschäfte mache. Aber man stelle sich auf lange Sicht darauf ein, dass diese Nachfrage sinken werde. „Irgendwann wird die Kurve abknicken, die Frage ist nur wie stark.“

Das schwäbische Familienunternehmen mit seinen rund 15 000 Mitarbeitern ist auch im vergangenen Jahr kräftig gewachsen, der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 6,6 Prozent auf 3,46 Mrd. EUR. Damit fiel das Umsatzplus zwar etwas schwächer aus als 2015, als es bei 8,9 Prozent lag. Grund hierfür waren aber keine Nachfragedämpfer, sondern Währungseffekte – der Euro war 2016 relativ stark. Regionaler Wachstumsmotor war den Angaben zufolge Nordamerika.

2017 gehen die guten Geschäfte ersten Zahlen zufolge weiter. Im ersten Quartal sei der Umsatz um 17 Prozent auf gut eine Mrd. EUR angestiegen. Der Jahresauftakt ist traditionell stark, weil sich die Händler in diesem Zeitraum bei Stihl eindecken. Der Gewinn 2016 wurde wie üblich nicht publiziert, nach Firmenangaben war er aber „zufriedenstellend“. dpa

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26.04.2017, 06:00 Uhr

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