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Mosbach

Strafbefehl gegen Zirkusdirektor nach Elefantenangriff

Nach der tödlichen Attacke eines entlaufenen Zirkus-Elefanten auf einen 65-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft Mosbach einen Strafbefehl gegen den Zirkusdirektor verhängt.

12.10.2016
  • dpa/lsw

Mosbach. Der Mann soll 90 Tagessätze à 70 Euro zahlen - insgesamt 6300 Euro, wie ein Sprecher der Behörde am Mittwoch sagte. Zuvor hatte die «Rhein-Neckar-Zeitung» berichtet. Der Vorwurf lautete auf fahrlässige Tötung. Demnach ist der Zirkuschef dafür verantwortlich, dass der Elefant «Baby» im Juni vergangenen Jahres aus seinem Gehege in Buchen (Neckar-Odenwald-Kreis) entkam. Ob die Elefantenkuh versehentlich freikam oder gezielt freigelassen wurde, blieb ungeklärt.

Die ausgewachsene Elefantendame namens Benjamin, auch «Baby» genannt, lebt inzwischen im Safaripark in Schloß Holte-Stukenbrock bei Bielefeld. Sie hatte den Spaziergänger im Sommer vergangenen Jahres angegriffen und getötet. Daraufhin wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, außerdem hatte die Tierschutzorganisation Peta Anzeige gegen den Zirkus erstattet. Peta hatte zuvor immer wieder berichtet, dass das Tier verhaltensauffällig sei.

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12.10.2016, 15:53 Uhr | geändert: 12.10.2016, 13:01 Uhr

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