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Stuttgart

Strafvollzugs-Gewerkschaft: Bundesweite Gefängnis-Standards

Nach dem Suizid des terrorverdächtigen Syrers Dschaber al-Bakr im Gefängnis in Leipzig hat sich der Bund der Strafvollzugsbediensteten für bundesweit geltende Standards im Umgang mit Inhaftierten ausgesprochen.

13.10.2016

Von dpa/lsw

Stacheldraht vor einer Justitzvollzugsanstalt. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. «Momentan ist das wegen des Föderalismus ein Wunschtraum», sagte der Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, Alexander Schmid, am Donnerstag. Der Justizvollzug ist Ländersache. Al-Bakr, der einen Sprengstoffanschlag vorbereitet haben soll, hatte sich am Mittwochabend in seiner Zelle erhängt.

Baden-Württemberg sieht er Hinsicht auf die Suizidprävention gut aufgestellt. «Neuzugänge werden grundsätzlich nicht alleine in einer Zelle untergebracht, bis sie stabil sind», sagte er. Werde ein Insasse als suizidgefährdet eingestuft, gebe es allerdings kein generelles Vorgehen. «Jeder Fall wird einzeln bewertet und eine zugeschnitte Lösung erarbeitet», sagte Schmid. Es fehle allerdings an Personal, um den Anforderungen immer gerecht werden zu können.

In Gefängnissen in Baden-Württemberg hat es im laufenden Jahr zwölf Suizide gegeben. Die Zahl schwankt allerdings stark und lag in den vergangenen Jahren zwischen 4 und 15 Fällen.

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Erstellt:
13. Oktober 2016, 14:27 Uhr
Aktualisiert:
13. Oktober 2016, 13:41 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2016, 13:41 Uhr

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