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Streep gegen Trump
Großer Auftritt mit klaren Worten: Meryl Streep. Foto: dpa
Hollywood

Streep gegen Trump

Der große Film-Star nutzt die Globe-Gala zu einer emotionalen Rede und greift den neuen US-Präsidenten an.

10.01.2017
  • ABO

Los Angeles. Keine Filmszenen , keine Dankesworte waren es, die bei der Golden-Globe-Gala die größten Emotionen hervorriefen. Es waren Meryl Streeps Worte über den neuen US-Präsidenten Donald Trump.

Als die 67-Jährige im Beverly Hilton Hotel den Preis für ihr Lebenswerk entgegennahm, sagte sie zur versammelten Hollywood-Riege: „Alle in diesem Raum gehören den Segmenten der amerikanischen Gesellschaft an, die derzeit am meisten zum Feindbild gemacht werden. Denkt mal drüber nach: Hollywood, Ausländer und die Presse. Aber was sind wir und was ist Hollywood wirklich? Es ist nur ein Haufen Leute aus anderen Orten.“

Kein Film habe im vergangenen Jahr die eindrücklichste Szene geliefert, sondern Trump in einer Wahlkampfrede, als er die Bewegungen eines Behinderten nachgeäfft habe. „Es hat mein Herz gebrochen, als ich das gesehen habe, und ich kann es noch immer nicht aus meinem Kopf bekommen“, sagte Streep. „Dieser Instinkt, andere zu demütigen, wird unser aller Leben durchdringen.“ Ein solches Verhalten gebe anderen vermeintlich das Recht, dasselbe zu tun, sagte Streep: „Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein. Gewalt animiert zu Gewalt. Und wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle.“

Auch der Moderator der Gala, Jimmy Fallon, hatte Trump attackiert – mit galligem Humor. In Anspielung auf die Komödie „Florence Foster Jenkins“, in der Streep die Hauptrolle spielt und singt, witzelte Fallon, Jenkins sei die schlechteste Opernsängerin aller Zeiten gewesen, und „selbst sie hat es abgelehnt, bei Trumps Amtseinführung aufzutreten.“

Trump zeigte sich gestern von Streeps Kritik „nicht überrascht“, er sei schon früher von „liberalen Filmleuten“ attackiert worden. Er habe nie einen körperlich behinderten Reporter nachgeäfft, er habe nur das „katzbucklige“ Verhalten des damaligen „Washington Post“-Reporters Serge Kovaleski in einer Diskussion über den 11. September zeigen wollen.

Die dreifache Oscar- und achtfache Globe-Gewinnerin Streep bezeichnete Trump in einem Tweet als „eine der überbewertetsten Schauspielerinnen in Hollywood“ und „Dienerin“ Hillary Clintons. abo/dpa

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10.01.2017, 06:00 Uhr

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