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VW

Streit um Boni für Vorstände

Bis zu 30 000 Stellen werden gestrichen, jetzt soll auch das Management für die Folgen des Diesel-Skandals geradestehen.

22.11.2016

Von CAROLINE STRANG

Wolfburg/Berlin. Nach der Vorlage des „Zukunftspakts“ bei VW mit der Streichung von weltweit bis zu 30 000 Stellen ist eine neue Debatte um die Bonuszahlungen an das Management entbrannt. In Zeiten, in denen die Beschäftigten auch die Folgen des Abgas-Skandals mittragen müssen, solle auch das Management kürzer treten, forderte der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Karl-Josef Laumann, in der „Bild“-Zeitung: Das Top-Management bei Volkswagen solle so für das jüngste „Versagen“ geradestehen.

Aktionärsvertreter sehen das ähnlich. „Die Vorstände können nicht für Erfolge bezahlt werden, die auf Software-Manipulationen und Betrug beruhen“, meinte Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz im „Tagesspiegel“.

Das VW-Management hatte sich im Frühjahr bereit erklärt, Teile der variablen Vergütung zurückzustellen und von der weiteren Aktienkurs-Entwicklung abhängig zu machen. Der Umbau des Unternehmens, bei dem Milliarden durch Jobkürzungen eingespart werden sollen, ist auch Thema einer Regierungserklärung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Für Wirbel sorgten daneben Äußerungen von VW-Konzernchef Matthias Müller. Entschädigungswünsche von VW-Fahrern, die von der Dieselkrise in Europa betroffen sind, könne er nur „emotional“ nachvollziehen. Verbraucherschützer kritisierten das scharf. dpa

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Erstellt:
22. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. November 2016, 06:00 Uhr

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