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Was war da los?

Studentenstimmen zu den Uni-Wahlen

Nur neun Prozent der Tübinger Studenten gaben ihre Stimme bei den Uni-Wahlen dieser Woche ab. Diese auffallend geringe Beteiligung wirft Fragen auf.

03.07.2014
  • lst / jlü

Tübingen. Unterwegs in der Wilhelmstraße trifft man auf einige gesprächsbereite Studenten, die verschiedene Sichtweisen auf die Gremienwahlen vom Montag und Dienstag äußern.

Eine 22-jährige Kognitionswissenschaftsstudentin, die lieber ungenannt bleiben möchte, gehört zur großen Gruppe der Nichtwähler. Sie begründet das damit, dass sie an den Abstimmungstagen keine Vorlesungen auf der Morgenstelle besucht hat. Der Weg zum Wahllokal war ihr dann zu umständlich.

Frank Echsler, 22, Student der Evangelischen Theologie, ist ein Gegenbeispiel dazu. Er gehört zu den wenigen Wählern. Seiner Meinung nach standen im Internet zwar Informationen zur Verfügung, jedoch wurden „die Inhalte und Ziele nicht präsent genug“ dargestellt. Zudem sei den Studenten die Relevanz der Wahl der Studierendenvertretung für das eigene Leben nicht deutlich geworden.

Eine andere Meinung vertrat eine 23-jährige Geografiestudentin, die lieber anonym blieb. Sie hat sich bisher jedes Jahr an den Uni-Wahlen beteiligt, doch ihre Erkenntnis lautet: „Es hat nichts gebracht.“ Darüber hinaus fühlte sie sich nicht ausreichend informiert und vermisste attraktive Veranstaltungen vor der Wahl.

Nichtwählerin ist ebenso die 20-jährige Marisa Münch, die Germanistik im zweiten Semester studiert. Sie erklärt es wie die Geografiestudentin mit fehlenden Informationen durch die Uni, aber auch mit zu wenig persönlicher Zeit, da bei ihr gerade Klausuren anstehen. Wichtig sei es dennoch, zu wählen, meint sie, und ihre abschließende Aussage lautet: „Das kommt vielleicht noch!“

Toni Förster, 32, zeigt sich weniger zögerlich. Er studiert International Economics und Japanisch und hat an den Uni-Wahlen teilgenommen. Die geringe Beteiligung kritisiert er, da es „die einzige Möglichkeit zur Mitbestimmung“ sei. Somit fehle den gewählten Gruppierungen die Legitimation.

Offenbar ist nicht nur mangelndes Interesse der Studenten für die hohe Zahl der Nichtwähler verantwortlich. Die Antworten zeigen, dass vielen die Informationen fehlen und sie die Inhalte nicht mit dem studentischen Leben in Verbindung bringen können. Werden die Wahl und die Tätigkeit des Studierendenrats besser kommuniziert, besteht vielleicht die Chance auf größere Wahlbeteiligung in der Zukunft. Ansonsten rät Toni Förster im Spaß: „Nichtwähler werden exmatrikuliert!“

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03.07.2014, 12:00 Uhr

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