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Sulz bleibt an Wittendorf dran
In der ersten Halbzeit war der überragend aufspielende Dominik Golubovic vom VfR Sulz (links) kaum vom Ball zu trennen – auch nicht von Ergenzingens Kai-Lukas Koesling (rechts). Bild: Ulmer
Fußball-Bezirksliga| Spiel des Tages

Sulz bleibt an Wittendorf dran

Der VfR gewinnt aufgrund einer starken ersten Halbzeit mit 3:1 gegen den TuS Ergenzingen – und das ohne drei Stammspieler.

03.04.2017
  • Jürgen A. Klemenz

Mit demVfR Sulz und dem TuS Ergenzingen standen sich gestern zwei Mannschaften gegenüber, die jeweils von den letzten fünf Spielen drei gewannen und zweimal remisierten. Die Serie des TuS riss gestern, denn in Sulz gab’s bei der 1:3 (1:2)-Niederlage nichts zu erben. Der Sulzer Sieg war aufgrund des Chancenplus vor allem in der sehr guten ersten Halbzeit verdient. Mit dem Dreier bleibt der VfR dem Tabellenführer Wittendorf mit einem Zähler Rückstand weiter dicht auf den Fersen.

Dabei fehlten dem VfR gestern drei wichtige Stammspieler. Innenverteidiger Marco Roll laboriert noch an einem zweifachen Bänderriss, auch Peter Müller ist verletzt. Und der Kopf der Sulzer Mannschaft, Philipp Rumpel, musste gestern zu seiner Optiker-Meisterprüfung antreten. So brauchte der VfR ein paar Minuten, bis er ins Spiel fand, denn die Anfangsminuten gehörten den munter nach vorn spielenden Gästen aus Ergenzingen. Schon in der 3. Minute hätte der TuS in Führung gehen müssen. Nach einem energischen Vorstoß auf der linken Außenbahn von Außenverteidiger Andreas Schnierle passte Patrick Fransisco den Ball nach halbrechts zum völlig frei stehenden Christian Boller. Der hätte eigentlich VfR-Keeper Adrian Redel fragen können, wohin er den Ball gerne hätte, doch zur Überraschung aller spielte Boller plötzlich einen Fehlpass nach innen, wo Benjamin Schuhmacher klären konnte. In der 8. Minute jagte Ergenzingens bester an diesem Tag, Außenspieler Tobias Böhm, einen Distanzschuss aufs Tornetz.

Die beiden Weckrufe hatte der VfR offensichtlich verstanden, denn nun drehte sich das Spiel. Zumal in der 12. Minute das 1:0 durch Dennis Steinwand fiel. Der Linksfuß schoss einen Freistoß von der rechten Strafraumkante Richtung langes Eck, in der Mitte sprangen Freund und Feind hoch, doch niemand berührte den Ball, der sich ins untere Toreck senkte.

In der Folge geriet das TuS-Spiel vor allem im Mittelfeld völlig aus den Fugen, wo die Sulzer ungeahnte Räume vorfanden und nach Lust und Laune kombinieren konnten. Zwischen der 19. und 25. Minute hatte der TuS mehrfach Glück, dass er bei Chancen von Stefan Mijailovic oder Yasin Erdem, dem eine scharfe Flanke des in der ersten Halbzeit überragenden Dominik Golubovic zwei Meter vor dem Tor über die Haarspitzen rutschte, nicht höher in Rückstand geriet. Glück hatte der TuS auch, dass Schiedsrichter Domenico Viceconte (Schömberg) ein Handspiel von Rafael Rees nicht mit Elfmeter ahndete (23.).

Die Sulzer Drangperiode wurde dann aber doch mit dem 2:0 belohnt. Über rechts setzte sich Außenverteidiger Benedikt Hildebrand mit einem unwiderstehlichen Vorstoß bis zur Grundlinie durch und flankte maßgenau Richtung langer Pfosten, wo sich Dennis Metzger hochschraubte und aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfte – ein wunderschöner Spielzug. Der TuS bekam nach wie vor überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel und konnte froh sein, dass Sulz nun ein bisschen fahrlässig mit den gut herausgespielten Chancen umging.

Kurz vor der Pause fiel wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß wurde zunächst der Schussversuch von Rafael Rees abgeblockt, das Leder fiel Patrick Fransisco vor die Füße, der flach ins lange Eck traf. „Wir hätten zur Pause schon 4:0 oder 5:0 führen können. Einfach schade, dass wir aus einer halben Chance das Gegentor gekriegt haben“, klagte Fabio Gallinaro.

Doch nach dem Seitenwechsel stellte der VfR schnell den alten Abstand wieder her. Der TuS hatte umgestellt, Trainer Volker Joos stopfte die Löcher im Mittelfeld durch die Hereinnahme des Routiniers Daniel Widmann. Dennoch kassierte der TuS das 3:1 (55.). Nach einem strammen Schuss von Mijailovic hatte sich TuS-Keeper Felix Kombächer spektakulär zur Ecke geklärt. Nach dieser führte ein unnötiger Rempler von Gianluca Mongioj gegen Alin Cozma zum Elfmeter für Sulz. „Das war nie und nimmer ein Strafstoß“, urteilte Joos. In der Tat pfeift da nicht jeder Schiri Elfmeter, vielleicht hatte der Referee noch sein ungeahndetes Handspiel aus der ersten Halbzeit im Hinterkopf. Yasin Erdem war’s egal. Ganz sicher verwandelte er zum 3:1.

Der TuS rannte weiter an, während der VfR mehr und mehr den Vorsprung verwaltete. Zwingend Chancen ließen die Hausherren kaum zu. Ein Freistoß von Tobias Böhm, den Golubovic einen Meter vor der Torlinie über die Latte beförderte (62.), und ein Kopfball von Robin Hebold, der einen Meter am Sulzer Kasten vorbeiging (78.) waren noch die besten Möglichkeiten.

VfR-Trainer Fabio Gallinaro sprach von „einer richtig guten ersten Halbzeit, nach der wir eigentlich deutlich höher hätten führen müssen.“ Volker Joos meinte: „Unsere Serie hätte nicht reißen müssen, die ersten beiden Tore haben wir uns selbst eingeschenkt. Der Elfmeter zum 3:1, der keiner war, war die Entscheidung.“

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03.04.2017, 01:00 Uhr

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