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Sunshine Cleaning

Sanft plätschert der Unterschichts-Alltag in der amerikanischen Provinz dem kleinen Happy End entgegen.

Sanft plätschert der Unterschichts-Alltag in der amerikanischen Provinz dem kleinen Happy End entgegen.

Sunshine Cleaning

© null 02:24 min

USA

Regie: Christine Jeffs
Mit: Amy Adams, Emily Blunt, Alan Arkin, Steve Zahn, Mary Lynn Rajskub

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

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23.11.2015
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Zehntausende kommen in den USA jedes Jahr gewaltsam ums Leben – da fällt jede Menge Blut und Eingeweide an, die professionell entsorgt werden müssen. In diese Marktlücke der „biologischen Gefahrstoffbeseitigung“ stoßen die Schwestern Rose (Amy Adams) und Norah (Emily Blunt), die damit ihre akute persönliche Finanzkrise zu meistern hoffen.

Ein solcher Stoff könnte sich leicht zum abgründigen Gruselkrimi, zur Groteske oder zum galligen Existenzgründer-Drama mausern. Der Film der aus Neuseeland stammenden Regisseurin Christine Jeffs („Rain“) lässt es – in altehrwürdiger Tradition des amerikanischen Independent-Kinos – mit einer entspannten Betrachtung des Unterschichts-Alltags in einer gesichtslosen, aber doch irgendwie heimeligen Provinzstadt (Drehort war Albuquerque in New Mexico) bewenden.

Angelpunkt der spärlichen Handlung ist die allein erziehende Rose, die sich zwischen Elternsprechstunden, Fortbildungskursen und Schäferstündchen mit einem verheirateten Polizisten wenig erquicklich durchs Leben laviert. Doch wie schon die in der gleichen Werkstatt entstandene Komödie „Little Miss Sunshine“ hält sich „Sunshine Cleaning“ nicht groß mit Jammern auf, sondern zeigt, wie man mit (Galgen-)Humor und dem Glauben an sich den tristen Verhältnissen trotzt.

Damit das klappt, braucht es freilich eine verlässliche Bezugsgruppe. Dazu zählen hier unter anderem Roses Vater (Alan Arkin), der täglich mit einer neuen bizarren Geschäftsidee für Aufregung sorgt, und ein schüchterner einarmiger Ladenbesitzer, der sich am Ende anschickt, das familiäre Patchwork zu optimieren.

Auf seine unspektakuläre Art stärkt der Film also durchaus das Vertrauen in den amerikanischen Traum, auch wenn die unbegrenzten Möglichkeiten hier nicht direkt zu Rockefeller-Reichtum führen. Wohl aber zur Hoffnung berechtigen, jederzeit einen Neustart ins kleine Glück wagen zu dürfen.

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 21.07.2009, 12:00 Uhr

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