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Eiffelturm des Friedens

Symbole und praktische Hilfe: Das Internet zeigt seine Kraft

Der Eiffelturm verschmilzt mit dem Peace-Zeichen: Diese Zeichnung eines jungen Grafikers ist zum Symbol des Gedenkens an die mörderische Terrorserie in Paris geworden. "Das ist ein Bild für jeden", sagte Jean Jullien dem Online-Magazin "Slate".

16.11.2015

Von HAB/DPA

Nachdem der 32-jährige Franzose, der in London lebt, die Zeichnung am Freitagabend mit den Worten "Peace for Paris" (Frieden für Paris) über den Kurznachrichtendienst Twitter verschickt hatte, verbreitete sie sich rasend schnell im Internet. Inzwischen ist sie überall.

Jullien hatte im Radio von den Attentaten gehört und das Symbol mit Tinte gezeichnet. Der Nachrichtenagentur AFP sagte er: "Das war spontan, ich wollte etwas machen, das nützlich sein kann für die Leute (. Angesichts der Gewalt der Angriffe, hat sich das Symbol ,Peace and Love' aufgedrängt." Das Internet und der Terror: Das ganze Wochenende dominierten Mitteilungen über die Anschläge die sozialen Netze. Schnell bildeten sich erste "Hashtags" heraus: Über #parisattacks, #prayforparis, #jesuisparis oder #noussommesunis posteten Nutzer Neuigkeiten, drückten Trauer, Anteilnahme und Solidarität mit den Opfern aus.

Wie immer in solchen Situationen kursierten auch unbestätigte Neuigkeiten, Halbwahrheiten und Falschnachrichten. Auch nutzten IS-Sympathisanten und rechtsradikale Hetzer das Netz, um mit gängigen Hashtags ihre Propaganda zu versenden. Vor allem aber zeigte das Internet seine Kraft, Menschen zu vernetzen. Unter #porteouverte (offene Tür) posteten Pariser ihre Adressen und luden Gestrandete, etwa Touristen oder Fußballfans, in ihre Wohnungen ein. Über Schlagworte wie #RechercheParis wurde nach Vermissten gesucht.

Facebook aktivierte die Funktion "Safety Check". Nutzer, die sich in Paris aufhielten, konnten ihren Status auf "sicher" stellen und mitteilen, dass sie nicht unter den Opfern waren.

Und dann war Trauer. Zunehmend leuchteten die sozialen Netzwerke in den Farben der Trikolore. Zig Nutzer färbten ihre Profilbilder blau-weiß-rot. Sicher, nur ein Zeichen, vielleicht ein hilfloses. Dennoch: Das Netz hat am Wochenende geholfen.

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Erstellt:
16. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
16. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. November 2015, 12:00 Uhr

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