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Kommentar zum neuen Traditionserlass

Symbolik am Kasernentor

Die Bundeswehr soll Abschied nehmen von einem Selbstverständnis, das sich aus der Berufung auf die Traditionen von Wehrmacht und NVA speist. Dafür war es höchste Zeit. Der Deckmantel militärischer Brauchtumspflege bot allzu oft Gelegenheit, modernde Geister unseliger Zeiten am Leben zu halten.

29.03.2018

Von Christoph Faisst

Berlin. Doch so wichtig der neue Traditionserlass als Symbol sein mag, mehr als eine Klarstellung ist er nicht – und schon gar nicht die von der Ministerin geforderte Nulllinie. Gesinnungen ändern sich nicht auf Befehl, sondern nur durch jene staatsbürgerliche Bildung, auf die die Bundeswehr seit ihren Anfängen Wert legt. Sie konsequent zu pflegen, ist wichtiger, als öffentlichkeitswirksam Kasernen umzubenennen.

Es besteht die Gefahr, dass Debatten, wer als Namensgeber belastet ist, wer ausreichend Verdienst erworben hat, um auf dem Schild am Tor verewigt zu werden, worin sich die NVA von der Wehrmacht unterschieden hat und ähnliche Details von den eigentlichen Problemen der Truppe ablenken: schlechte Ausrüstung, Überlastung – und eben auch der Rechtsextremismus einzelner Soldaten.

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Erstellt:
29. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
29. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 29. März 2018, 06:00 Uhr

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