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Schneck hält, Lock trifft

TB Kirchentellinsfurt steigt nach Elfmeterschießen in die Landesliga auf

Das Relegationsspiel zwischen dem TB Kirchentellinsfurt und der Spvgg Schramberg blieb torlos. Im Elfmeterschießen war der TBK abgezockter. Dessen Fans stellten gut ein Drittel der rund 600 Zuschauer.

22.06.2014
  • Michael Sturm

Frittlingen. Der TB Kirchentellinsfurt hat sich durch die Relegation gezittert: Nach der Partie in Frittlingen, dem dritten Relegationsspiel in Serie, steht der Aufstieg des TBK in die Landesliga fest.

Es war ein Nervenspiel auf dem trockenen, harten Rasen des Frittlinger Sportplatzes. Vor der Pause merkte man beiden Teams an, dass sie darauf bedacht waren, ja kein Gegentor zu kassieren. Wenn der TBK mal so etwas wie eine Chance hatte, dann war Mauro La Forza beteiligt. Doch der wurde zur Pause, gegen Viertel vor vier, ausgewechselt – um 19 Uhr ging sein Flieger in den Urlaub.

La Forzas Abwesenheit machte sich bemerkbar. Sein Partner im Angriff, Tim Hahn, der angeschlagen in die Partie gegangen war, baute zusehends ab. Dennoch hatte Hahn in der 59. Minute die bis dahin beste Chance, sein Drehschuss aus 20 Metern kam hart, flog aber direkt in die Arme von Schrambergs Torhüter Marcel Kehrer. Dessen Vorderleute waren über weite Strecken der Partie harmlos. Die Spvgg blieb dennoch ohne Gegentor, weil den Kirchentellinsfurtern immer ein paar Zentimeter bei ihren Schussversuchen fehlten: Daniel Grauer (66.) schoss drüber, Patrick Wagners Versuch (76.) lenkte Kehrer zur Ecke. Vier Minuten später trat Patrick Wagner selbst zum Eckball an: Er schnibbelte die Kugel mit Effet über Torwart Kehrer hinweg, aber auch Zentimeter an Florian Tiedjens am langen Pfosten und am Pfosten selbst vorbei.

Die Schramberger, die bis dahin in der Offensive kaum wirkungsvoll waren, drehten gut zehn Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit plötzlich auf. In der 86. Minute klärte TBK-Keeper Christoph Schneck im Nachfassen gegen Maik Hessel – die bis dahin beste Spvgg-Chance. Auf einmal hatten die Schramberger Möglichkeiten im Minutentakt. In der 90. Minute trafen sie das Tor. Doch der Jubel brach ab: Schiedsrichter Norbert Fleischer aus Weil im Schönbuch erkannte auf Abseits – und pfiff unmittelbar danach ab.

Auch die Verlängerung blieb ohne Treffer

In der Verlängerung verlor das Mittelfeld des TBK zusehends den Zugriff aufs Spiel. Das merkten die TBK-Fans, die gut ein Drittel der rund 600 Zuschauer stellten. Selbst Bürgermeister Bernhard Knauss war nach Frittlingen mitgefahren. In dieser Phase der Partie half die Anfeuerung, damit sich die Spieler zumindest auf den Beinen halten konnten. Denn nun war es ein offener Schlagabtausch mit den eindeutig besseren Vorzeichen für Schramberg.

In der 107. Minute zog Matthias Trautwein aus gut 25 Metern ab. Der Ball wäre in die untere rechte Ecke gerauscht. Doch TBK-Torwart Christoph Schneck tauchte reaktionsschnell ab und faustete die Kugel aus der Gefahrenzone. Die entscheidende Situation für Schrambergs Trainer Patrick Fossé: „Danach ahnten wir, dass wir in der regulären Spielzeit kein Tor mehr hinbekommen würden.“

So war es auch. Da auch der TBK nicht mehr traf, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Als erster Schütze lief Kirchentellinsfurts Daniel Grauer an. Er verwandelte oben links. Ob sein anschließender kurzer Klaps für Torwart Schneck Glück brachte? Schneck hielt den folgenden Strafstoß von Schrambergs Trautwein. Doch auch Kehrer parierte gegen Florian Kalbfell. Ausgleich Schramberg? Nein, Ovidiu Gaber drüber! Dann fehlte der Ball länger als nötig. Phil Hombach blieb jedoch ganz cool – 2:0 für den TBK. Dann traf Schrambergs Kevin Haxha das linke Lattenkreuz. Tobias Lock und Tim Hahn hatten kruz vorher ausgemacht, dass Lock den vierten Elfer schießen sollte. Lock lief an – und traf. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, urteilte der TBK-Vorsitzende Karlheinz Steffan. Trainer Jan Wachsmuth war überwältigt: „Es war enorm, dass die Mannschaft den Kampf bei der Hitze so angenommen hat!“ Jetzt mache man erstmal drei Wochen nichts, zumal der Kader für die kommende Saison stehe: „Wir haben in den letzten zehn Tagen gute Verpflichtungen getätigt“, so Wachsmuth.

TB Kirchentellinsfurt: Schneck, Karakus (91. Stoffregen), Robin Wagner, Bierlmeier, Tiedjens, Kalbfell, Baumann (68. Lock), Hombach, La Forza (46. Patrick Wagner), Grauer, Hahn.

TB Kirchentellinsfurt steigt nach Elfmeterschießen in die Landesliga auf
In diesem Moment ist der TBK oben: Tobias Lock verwandelt den entscheidenden Elfmeter gegen Schramberg. Bild: Sturm

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22.06.2014, 12:00 Uhr

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