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THW feiert drei Tage die Eröffnung der neuen Unterkunft auf dem Horber Hohenberg
Schwer was los war bei der Eröffnung des neuen THW-Geländes auf dem Gelände der ehemaligen Horber Hohenberg-Kaserne.Bild: Kuball
Festlich, rockig, informativ

THW feiert drei Tage die Eröffnung der neuen Unterkunft auf dem Horber Hohenberg

Am Sonntag hatte das THW alles aufgeboten, was die Horber Ehrenamtlichen an Gerätschaften von ihren Partnerverbänden auftreiben konnten: Neben den typisch blauen Fahrzeugen brachten knallig rote Feuerwehrautos und weiße DRK-Rettungswagen Farbe in den Tag der offenen Tür anlässlich der Eröffnung der neuen Unterkunft auf dem Hohenberg.

11.04.2016
  • Hans-Michael Greiss

Horb.Als Spezialist für Beleuchtung hatte der Horber THW-Ortsverband seine Lichtmasten aufgebaut, die am Vorabend den Eingangsbereich und am Freitag das Buffet ausgeleuchtet hatten. Der Ortsverein Freudenstadt ließ kräftig Wasser plätschern, seine Hochwasserpumpe schafft 5000 Liter Wasser in der Minute und war bei den Oder-Überschwemmungen in Dresden und Riesa im Einsatz. Die Gifteinleitung in die Jagst im Vorjahr ist noch in guter Erinnerung. Dort bliesen die Freudenstädter Luft in den Fluss, um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern und die Fische zu schützen.

Auch selbst Ausprobieren war möglich beim Tag der offenen Tür: Mit einem einfachen Joystick steuerte der vierjährige Daniel die Schaufel des Anbaubaggers an dem 14 Tonnen schweren Radlader, ließ sie zuschnappen und die schweren Betonblöcke hochheben. Ein kleiner Druck, und polternd purzelten die Blöcke auf den Boden.

Und auch die anderen Rettungsorganisationen stellten ihre spektakulären Arbeitsgebiete vor. Und kuschelige Hunde wuselten durch das Gelände, doch die spielerischen Gesten überdeckten ihre hochqualifizierte Ausbildung in der Rettungshundestaffel des Freudenstädter Malteser Hilfsdienstes. So macht es einen großen Unterschied, ob der Hund nach einer Geruchsprobe die Fährte eines vermissten Menschen verfolgt oder Flächenhunde ein Gebiet nach Verschütteten absuchen, wie die stellvertretende Staffelleiterin Susanne Schmidt erklärte.

In zwei Minuten ist der 5000 Liter fassende mitgeführte Wassertank leer, wenn die Löschkanone auf dem Dach zum Einsatz bei Industriebränden oder Autobahnunfällen kommt, erfuhr man bei der Freiwilligen Feuerwehr in Horb. Daneben hatte das Deutsche Rote Kreuz sein Behandlungszelt aufgebaut, eine provisorische Intensivstation, die Bereitschaftsleiter Said Houri vorführte.

Die Polizei warnte an ihrem Stand vor Alkoholkonsum und machte mit speziell an Promillewerte angepasste Brillen deutlich, wie sich das Verhalten verändert. In einer Broschüre beschreibt sie das verhalten bei Unfällen und lädt alle Fahrer, besonders aber Führerschein-Neulinge ein, diese bei jedem Revier zu erfragen.

Unbeschwertes Springvergnügen bot die Hüpfburg des Ortsverbandes Gruibingen für die ganz Kleinen. Ab zehn Jahren durfte man sich an das Steuer eines Go-Kart setzen, zu dem der Automobil-Club Horb im ADAC einen Parcours aufgebaut hatte.

In ökumenischer Gemeinschaft segneten Pfarrerin Susanne Veith und Diakon Klaus Konrad den neuen Mannschaftstransporter und baten um Gottes Beistand für die Menschen, die einen wichtigen, aber auch mit Gefahren verbundenen Dienst am Nächsten und am Gemeinwohl tun. Nach dem Gleichnis vom Barmherzigen Samariter bat Pfarrerin Veith um den Segen für die Gemeinschaft aller Helfer.

Im Innern der Halle führte Schirrmeister Ronny Walter die interessierten Besucher durch die Lager und zeigte die Ordnung der einsatzbereiten Geräte und auch historische Ausrüstungsgegenstände. Die Jugendgruppe des THW Horb hatte in Dioramen Katastrophensituationen anschaulich gebastelt und mit Plastikscheiben geschützt, an denen sich die kleinen Besucher voller Staunen die Nasen platt drückten. Stefan Speidel vom Rottenburger Modellbahnclub hatte ein komplettes Übungszentrum mit Baumfällung, Rettungshunden und einem Schweißer im Miniaturmaßstab nachgebildet. Und die Heros-Band aus Ofterdingen unterhielt beim Mittagessen die Gäste, die zu Hunderten bei herrlichem Sonnenschein zur festlichen Eröffnung der neuen THW Unterkunft geströmt waren.

Siehe auch „Falsche Adresse auf symbolischem Schlüssel“ sowie die Bilderseite

„Blue Summer Night“ am Samstag mit DJ Tom

Die junge Bevölkerung Horbs war am Samstag am Zug, die friedliche Nutzung des früheren Militärgeländes zu erleben. Mit den vorhandenen Bordmitteln verwandelten die THWler ihre Fahrzeughalle in eine Disco, um ihre legendäre „Blue Summer Night“ neu aufzulegen. DJ Tom schöpfte aus seiner 23-jährigen Erfahrung, die recht kühle Halle mit seiner Mischung aus Charts, Discofox und Rock anzuheizen. Mit sicherem Gespür für Stimmungen verbreitete er Wohlgefühl und mit geschickter Lautstärkesteuerung vermied er Exzesse. Seine Frau Ariane sorgte für die Lichteffekte, mit denen flackernde Lasersterne durch die Halle zuckten.

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11.04.2016, 01:00 Uhr

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