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Mit Laola-Wellen zum Rekord

TSG-Gala mit spektakulären Acts, Weltrekord und Schreckmoment

Spektakuläre Artistik und beeindruckende Tanzeinlagen gehören zu jeder Sportgala der TSG Tübingen. Dieses Mal gab es noch einen besonderen Bonus: einen Weltrekord im Ball-auf-dem-Schienbein-Balancieren.

08.11.2015
  • Fabian Renz

Tübingen. 25 Minuten war alles reibungslos gelaufen: 80 Kinder waren durch die Halle geturnt, hatten einen Salto nach dem anderen vollführt, das Publikum war begeistert. Chef-Organisator Gerold Jericho hatte die Gäste begrüßt, darunter Prominente, unter anderem Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Dann aber kam die Schrecksekunde: Die ukrainische Artistin Viktoria Gnatiuk stapelte gerade im Handstand bunte Bauklötze aufeinander, als sie auf eben diese stürzte. Einige Sekunden machte sie noch weiter, dann hob sie sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Arm. Ihr Freund trug sie vom Feld.

Als Moderator Roland Steck kurz darauf berichtete, Gnatiuk habe sich die Schulter ausgekugelt, ging ein Raunen durch die Halle – gefolgt von einem aufbauenden, ermunternden Applaus. Der Unfall war eine Ausnahme an diesem Gala-Abend, die gute Stimmung des Publikums aber blieb bestehen.

Und das war kein Wunder: Was die 2800 Gäste am Samstagabend zweieinhalb Stunden lang zu sehen bekamen, ließ die Münder reihenweise offenstehen. Da flogen Bälle, Bänder und Menschen durch die Lüfte, rollten, rannten und hüpften Artisten und Tänzer durch die Halle, das Ganze bei buntem Licht und lauter Musik. Nachwuchsturner der TSG wechselten sich mit internationalen Top-Athleten ab, die Acts waren aus nah und fern nach Tübingen gereist: die Hip-Hop-Tänzer von „KerAmika“ kamen aus Ellwangen, zwei der Turnakrobaten von „ShowProject“ aus Tschechien. „Die Mischung ist in diesem Jahr besonders toll“, befand da Organisator Jericho.

Besonders gut kam beim Publikum das Duo von „Wheel Sensation“ an. Laura Stullich und Boy Looijen vollzogen in rollenden Rhönrädern oder knapp unter dem Hallendach an einem Vorhang baumelnd die gewagtesten Verrenkungen – und zwar so selbstverständlich, als würden sie nur eben die Post aus dem Briefkasten holen. Moderator Steck fand hinterher im Interview heraus, dass sich der Holländer und die Deutsche 2011 bei der Rhönrad-Weltmeisterschaft kennengelernt hatten, wo sowohl Looijen als auch Stullich eine Goldmedaille holten. „Seitdem sind wir auf der Bühne zusammen und auch privat ein Paar“, sagte Stullich zur Freude des Publikums.

Ein zurecht als Highlight angekündigter waren die Artisten von „ShowProject“. Die vier muskulösen, oben herum unbekleideten Männer schwangen sich zuerst von Reckstange zu Reckstange, später ließen sie sich von zwei Barren auf Trampoline fallen, um von dort wiederzurück auf die Stangen zu federn – „eine weltweit einzigartige Konstruktion“, betonte der Moderator. Auf die Artisten aus Hessen und Tschechien aufmerksam geworden war Jericho über die Fernsehshow „Das Supertalent“. Der Organisator selbst zeigte sich besonders begeistert von vier Tänzerinnen aus dem Berliner Staatsballett.

Das wirkliche Highlight setzte aber der Fußballakrobat Marcel Gurk. Nach seinem Auftritt verkündete der Duisburger, er wolle einen Weltrekord aufstellen: den Ball länger im Sitzen auf dem Schienbein zu balancieren, als das je zuvor gelungen war. 1:55 Minuten galt es zu knacken, Gurk schaffte zehn – unterstützt von La-Ola des Publikums. Dem TAGBLATT verriet der 18-Jährige nach der Show, dass er im Training jedes Mal nach zwei Minuten Krämpfe im Oberschenkel bekommen habe. „Dieses Mal habe ich mein Bein irgendwann gar nicht mehr gespürt – und immer weiter gemacht. Den Rekord verdanke ich dem Publikum.“

Gerold Jericho brachte die Sache in seiner Abschlussansprache auf den Punkt: „Es wird schwierig, eine solche Show im nächsten Jahr zu wiederholen.“

Bilder: Faden

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08.11.2015, 12:00 Uhr

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