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Zwei Nieten in der Elfer-Lotterie

TSV Ofterdingen verliert Relegationsfinale gegen Mühlheim

Böses Erwachen für den TSV Ofterdingen: Das 5:7 (3:3, 1:2) nach Elfmeterschießen gegen den VfL Mühlheim gestern im Relegations-Finale vor gut 1000 Zuschauern im Tübinger SV 03-Stadion bedeutet den Abstieg aus der Fußball-Landesliga.

18.06.2012
  • hansjörg lösel

Tübingen. Um 17.35 Uhr gestern war die lokale Fußball-Saison beendet – der Elfmeter-Versuch von Ofterdingens Nils Schaller sollte der Schlusspunkt werden. Beim Stand von 4:2 im Elfmeterschießen für Mühlheim musste Schaller unbedingt treffen – doch VfL-Keeper Markus Gerstner parierte den halbhoch geschossenen Ball genauso, wie er zuvor auch Steve Yacoubs Elfer abgewehrt hatte. Danach brachen bei den mitgereisten VfL-Fans alle Dämme, sie stürmten das Spielfeld und herzten ihre Helden – zwischendrin sanken völlig demoralisierte Ofterdinger Spieler ins Gras. Der TSV hatte auch den dritten Matchball zum Liga-Verbleib vergeben, schon in den letzten beiden Heimspielen der regulären Saison hätte Ofterdingen alles klar machen können. Die Niederlage gestern war allerdings irreparabel – nach nur einem Jahr muss Ofterdingen schon wieder runter.

Wie 2007 verlor der TSV erneut das Relegations-Finale, damals 0:1 gegen Dornhan. Gestern schienen die Ofterdinger allerdings schon nach zwei Minuten auf Kurs: Marlon Ferreira hatte nach einem Eckball per Kopf zum 1:0 getroffen. Die Führung hielt aber nur ganze 60 Sekunden, dann glich Mühlheim durch Julian Liehners trockene Direktabnahme aus.

Mühlheim war agiler, hatte mehr vom Spiel und bei einem Pfosten-Kopfball durch Pascal Dilger (16.) Pech. Die 2:1-Pausenführung des Underdogs durch den Fouleltmeter von Kai Stelter (41./Seif hatte Max Drössel gelegt) war verdient.

Auch in die zweite Hälfte erwischte Ofterdingen einen Blitzstart – 100 Sekunden nach Wiederanpfiff glich der eingewechselte Dominik Sautter per Kopf aus. Mühlheim konterte jedoch mit der erneuten Führung: Max Drössel schloss einen Sololauf zum 3:2 ab. Doch der Bezirksliga-Vize aus dem Bezirk Schwarzwald brachte den Vorsprung nicht ins Ziel, weil Ofterdingen zumindest nach Standardsituation gefährlich war, die Linksfuß Salvatore Cerabona exzellent ausführte. In der 84. Minute verlängerte der ebenfalls eingewechselte Michael Flaisch einen Cerabona-Freistoß zum 3:3. Auch dem dritten TSV-Treffer war also ein ruhender Ball vorausgegangen.

In der Verlängerung tat sich außer einem Schaller-Lattentreffer nicht mehr viel, beide Seiten waren konditionell am Ende – das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Ofterdingens Keeper Markus Keller hatte bei den ersten vier Mühlheimer Schützen keine Chance hatte, VfL-Keeper Gerstner hielt zwei Mal – die fünften Schütze mussten gar nicht mehr antreten.

TSV Ofterdingen: Keller, Yacoub, Seif, Dürr, Cerabona, Grober, Dubinovic (46. Sautter), de Souza, Wissmann, Schaller, Burchuladze (79. Flaisch)

TSV Ofterdingen - VfL Muehlheim

Das 5:7 (3:3, 1:2) nach Elfmeterschießen am Sonntag gegen den VfL Mühlheim im Relegations-Finale bedeutet für den TSV Ofterdingen den Abstieg aus der Fußball-Landesliga.

© dieLigen 08:34 min

TSV Ofterdingen verliert Relegationsfinale gegen Mühlheim
Danijel Baric (Dritter von rechts) hatte sich sein letztes Spiel auf der Ofterdinger Trainerbank ganz anders vorgestellt – Nachfolger Mario Lenhart muss neu aufbauen.

Ofterdingens Trainer Danijel Baric: „Was wir in der ersten Hälfte gezeigt hben, war einfach zu wenig für so ein entscheidendes Spiel. Wir hatten genau angesprochen, auf was wir aufpassen müssen, aber dann haben sie sich nicht an Absprachen gehalten. Wir hatten vorher Standards trainiert, das hat sich dann ja ausgezahlt – ein Sieg für uns wäre auch nicht unverdient gewesen, trotzdem Gratulation an Mühlheim. Wir hätten heute das i-Tüpfelchen setzen können unter zwei tolle Jahre mit Meisterschaft, Pokalsieg und Klassenerhalt.
Ofterdingens Abteilungsleiter Florian Zehender: „Wir haben erst in der zweiten Hälfte kapiert, um was es geht. Ich hoffe, dass die Leute, die fix zugesagt haben, auch in der Bezirksliga kommen werden. Aber Namen kann ich derzeit keine nennen.“
Albert Röcker, Co-Trainer Ofterdingen: „Das ist eine Katastrophe, eine ganz scheußliche Situation für uns. Aber es muss weiter gehen – unser Ziel muss sein, dass wir mal wieder eine Mannschaft über mehrere Jahre zusammen halten.“

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18.06.2012, 12:00 Uhr

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