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Alle wollen sie nach Halle

TV Rottenburg kann Vereinsgeschichte schreiben

Manager Jörg Papenheim erhofft sich eine vollbesetzte Tübinger Paul-Horn-Halle morgen (20 Uhr). Denn, so sagt er, „es könnte ja Denkwürdiges passieren.“ Nämlich, dass die Volleyballer des TV Rottenburg gegen den Moerser SC gewinnen und dann im Pokalfinale in Halle (Westfalen) stehen. „Es ist das Spiel des Jahres“, sagt TVR-Coach Hans Peter Müller-Angstenberger.

28.12.2012
  • Tobias Zug

Rottenburg. Der Absatz an Karten im Vorverkauf auf dieses Spiel sei der beste bisher in dieser Saison, berichtet TVR-Pressesprecher Phi lipp Vollmer. „Mit Abstand.“ Etwa 2500 Zuschauer, so schätzt und hofft Manager Jörg Papenheim, werden in der Paul-Horn-Halle zuschauen, wenn die Volleyballer des TV Rottenburg um das spielen, was einmalig in der Vereinsgeschichte wäre: die Teilnahme am Deutschen Pokalfinale in Halle (Westfalen). Als Mitglied des Ligavorstands war Papenheim bisher immer bei den Finalspielen in Halle dabei. Und hat miterlebt, wie Funktionäre der Finalteilnehmer aufgeregt Zigarettenrauch inhallierten oder von ihren Sitzen auf und ab gingen. „Ich habe mir nie ernsthaft vorstellen können, dass unser Team da mal dabei sein könnte“, sagt Papenheim.

Nach den Siegen über den Zweitligisten TG Rüsselsheim im Achtelfinale und Bundesliga-Konkurrent TV Bühl im Viertelfinale kann sich Papenheim auch Gedanken machen über eine Rottenburger Finalteilnahme. „Es ist eine unglaubliche Chance für uns“, sagt TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. Im Ligaspiel vor fünf Wochen haben die Rottenburger zuhause den Moerser SC mit 3:0 besiegt. „Das ist ein Fluch und Segen“, sagt Papenheim, „Fluch, weil die Gefahr besteht, dass die Realitäten vertauscht werden.“ Und jene Realitäten sehen für ihn so aus: „Moers hat den viel größeren Etat, hat sieben ausländische Spieler, hat auch den nominell besser besetzten Kader.“ In Tim Broshog hat der MSC den derzeit zweitbesten Blocker der Liga mit insgesamt 42 Blockpunkten (1,08 im Schnitt pro Satz). „Segen, weil die Moerser das hoffentlich noch in den Köpfen haben, und wir wissen, dass wir sie schlagen können.“

Der Moerser SC schaffte den Halbfinaleinzug nach Siegen beim Zweitligisten TuS Durmersheim und zuhause gegen den Bundesligisten CV Mitteldeutschland. „Wir sind krasser Außenseiter“, sagt Müller-Angstenberger, „aber es wäre doch super, wenn sich unser Volleyballmodell mit jungen Spielern erneut gegen eine internationale Truppe durchsetzen würde. Moers hat den Druck, gewinnen zu müssen, wir nicht.“ Der MSC gewann den Pokal bereits 1991 und 1993, 2006, 2007 und 2009 stand er im Endspiel.

Am 3. März trifft sich Deutschlands Volleyball-Prominenz im Gerry-Weber-Stadion in Halle zum Pokalfinale. Der Sieger des Spiels in Tübingen trifft auf den Sieger zwischen Generali Haching und Evivo Düren. Rottenburgs Diagonalspieler Markus Pielmeier hat mit Haching 2009 und 2010 bereits den Pokal gewonnen (siehe nebenstehendes Interview). „Aber viele von meinen Ex-Mitspielern sind in Haching ja gar nicht mehr“, sagt Pielmeier, „wenn wir ins Finale kommen, wäre der leichtere Gegner natürlich das Wunschlos – aber wer ist der leichtere Gegner?“ Egal: „Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt müssen wir erst mal nach Halle kommen.“ Erst mal und erstmals.

TV Rottenburg kann Vereinsgeschichte schreiben
Der Strahl des Pokalfinales: Rottenburgs Volleyballer wollen gegen Moers erneut gewinnen – und damit den Einzug ins Finale schaffen. Bild: Ulmer

Beim Pokal-Halbfinale morgen in der Tübinger Paul-Horn-Halle wird nicht nur Volleyball gespielt. In der Pause tritt die Breakdance-Gruppe „Battle Toys“ aus Plochingen auf. Die Gruppe gibt es seit 1997, sie gewann zuletzt einige Vorentscheidungen für internationale Breakdance-Veranstaltungen in Deutschland. Dazu kommt noch der Deutsche Meistertitel 2010. Krönen konnten sie diese Erfolge noch mit den zwei Weltmeistertiteln 2010 und 2011, beim „Battle of the Year – Germany 2010“ wurde sie mit dem Best Show Award ausgezeichnet. Ermöglicht wird der Auftritt durch die Tübinger Tanzschule „ADTV – Tanzschule Olaf Solzin am Europaplatz“. Jörg Papenheim, Manager des TV Rottenburg, verweist interessierte Besucher des Spiels noch darauf, sich im Vorverkauf Eintrittskarten zu besorgen. „Sonst wird das Gedränge an der Abendkasse wohl zu groß.“

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28.12.2012, 12:00 Uhr

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