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Nur geärgert, nicht gestürzt

Tabellenzweiter TuS Metzingen gewinnt in Mössingen 3:2

Den ersten „Großen“ wollte Landesligist Spvgg Mössingen in dieser Saison stürzen. Beim 2:3 (1:1) gegen die TuS Metzingen zeigte sich letztendlich, dass es dazu noch nicht ganz reicht.

01.10.2012
  • ibrahim naber

Mössingen. Es gibt da diesen TV-Werbespot einer großen deutschen (Lebens-) Versicherung. Ein fleißiger Stürmer namens Heiko vergibt vor tausenden Zuschauern zunächst Chance um Chance und wird ausgepfiffen. Der Trainer lässt Heiko trotzdem auf dem Feld und dieser zahlt das Vertrauen in der Nachspielzeit mit dem umjubelten Siegtreffer zurück. Mario Adorf, in der Rolle des Klub-Bosses, stellt am Ende des Spots erleichtert fest: „Der Heiko trifft wieder!“

Irakli, Rufname „Iko“, Burchuladze als Metzingens Lebensversicherung zu bezeichnen, wäre dann zwar doch etwas vermessen. Trotzdem gilt auch für den Georgier in gewisser Weise: „Der Iko trifft wieder!“ Seit einiger Zeit hängt dem quirligen 1,76 Meter großen Angreifer der Ruf nach, ein sehr fleißiger aber gleichzeitig auch ineffektiver Stürmer zu sein. Für Tore am Fließband stand der 24-Jährige, der vor Jahren nach Deutschland kam, um Fußballprofi zu werden (wir berichteten), nicht. Auch in dieser Saison war das bisher so. Seit dem ersten Spieltag gegen Pfullingen hatte Burchuladze nicht mehr getroffen. Mehr als 400 torlose Minuten am Stück.

Gegen Mössingen folgte nun die doppelte Befreiung: Zuerst glich er kurz vor der Halbzeit zum 1:1 (41.) aus, dann machte er nach 87 Minuten mit dem 3:1 fast alles klar: „Für den ‚Iko‘ freut es mich besonders. Er hat sich heute endlich mal selbst belohnt“, sagte Metzingens emsiger Kapitän Philipp Reitter, der die 2:1-Führung (51.) für die TuS durch Benjamin Plangger mit einer präzisen Flanke vorbereitet hatte. Wirklich glücklich war Reitter angesichts der vorangegangen 90 Minuten jedoch nicht. Das Team habe in der Saison, etwa gegen Nehren, schon deutlich besser gespielt. Und in den letzten 20 Minuten sei Metzingen geradezu „geschwommen“: „Da hat Mössingen richtig Druck gemacht“, gab Reitter zu, der den verwandelten Handelfmeter („Für mich kein Handspiel!“) zum Mössinger 1:0 (27.) durch Jan Binder als „Weckruf“ bezeichnete.

Apropos Mössingen: Im Vorfeld hatte Spielertrainer Bernd Bauer angekündigt, „endlich einen Großen ärgern zu wollen“. Das gelang zwar erneut nicht, der 2:3-Anschlusstreffer von Florian Stopper, der einen Freistoß von Hannes Klett ins Tor verlängert hatte (90.), kam zu spät. Trotzdem ging Bauer nicht allzu hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Wir haben eine gute Leistung gezeigt und hatten die größeren Chancen. Ein großes Lob an das Team!“

Eine Erkenntnis blieb für Bauer letztendlich dennoch stehen: „Es reicht eben doch noch nicht ganz für uns, um auch mal einen Favoriten zu Fall zu bringen.“ Es seien in erster Linie „kleine Dinge“, die das junge Aufstiegsteam noch falsch machen würde. In dem Zusammenhang nannte Bauer beispielsweise das Umschaltspiel. „Und auch auf den Außenbahnen sind wir noch zu unsicher.“ Was auch das Spiel vorher gezeigt hatte. Den ersten beiden Metzinger Toren ging jedes Mal ein Flankenlauf über die rechte Mössinger Abwehrseite voraus. Bauer resümierte: „Vom Kopf her sind wir einfach noch zu langsam. Aber natürlich fehlen uns mit Klett oder Stopper auch derzeit angeschlagene Spieler, die wir qualitativ brauchen.“

Spvgg Mössingen: Öztürk; Bobic, Mader, Haas, Knop (54. Stopper), Bauer, Papazoglu, Ladinig (66. Klett), Binder, Maier, Schneider.

TuS Metzingen: Kemmler; Gutjahr, Plewnia, Dieze (46. Jäger), Reitter, Kristofic (66. Rothweiler), Bajorat, Schuster, Plangger, Acar, Burchuladze (87. Kurbardovic).

Tabellenzweiter TuS Metzingen gewinnt in Mössingen 3:2
Ball her: Mössingens Stefan Mader und Bernd Bauer (von links) zanken sich nach dem (zu) späten 2:3-Anschlusstor mit Philipp Reitter um das Spielgerät. Bild: Rippmann

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01.10.2012, 12:00 Uhr

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