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Kommentar

Täuschend exakt

09.03.2018
  • DIETER KELLER

Berlin. Leben ist immer lebensgefährlich. Dieser Satz von Erich Kästner kommt in den Sinn, wenn man die Ergebnisse der neuesten Studie des Umweltbundesamts zum Stickstoffdioxid ansieht: Zwar lässt sich im Einzelfall nicht sagen, ob eine tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankung auf dieses Reizgas zurückzuführen ist. Dennoch haben die Wissenschaftler errechnet, dass 2014 genau 5966 Menschen vorzeitig gestorben sind, deren Krankheit auf NO2 zurückzuführen war.

Die Wissenschaft in allen Ehren. Aber solche genauen Zahlen täuschen eine Exaktheit vor, die es nicht geben kann, eben weil im Einzelfall kein Nachweis möglich ist. Wohlgemerkt sollen die Gefahren des Reizgases, für das in den Innenstädten insbesondere Diesel-Pkw verantwortlich sind, nicht heruntergespielt werden. Jeder Tote ist einer zu viel. Genauso wie im Straßenverkehr. Da steht die Zahl der Getöteten genau fest: 3177 waren es im letzten Jahr.

Insbesondere eignet sich die Studie nicht als Munition in der aktuellen Debatte über Fahrverbote in Innenstädten. Denn da geht es um kurzfristig wirksame Maßnahmen. Wie viel die langfristig bringen, kann heute keiner sagen.

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09.03.2018, 06:00 Uhr

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