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„Hier brodelt’s und funkt’s“

Tag der offenen Tür im NMI mit prominenten Gästen

Epilepsiediagnostik, intelligente Implantate für Blinde oder Taube, Biomarker zur Tumorerkennung: Im Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) im Technologiepark Tübingen-Reutlingen wird Forschung, Entwicklung und Wirtschaft miteinander verbunden. Am Samstag öffnete das Zentrum seine Türen für die Öffentlichkeit.

10.09.2012
  • Moritz Siebert

Reutlingen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen Baden-Württembergs ließ das NMI am Wochenende Interessierte in seine Labore blicken. Eigentlich habe das Institut mit der Geschichte des Landes nicht so viel zu tun, gestand Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid, „mit dessen Zukunft aber schon.“ Entsprechend lautete das Motto des Tags der offenen Tür: „Wir feiern in die Zukunft.“

Und diese wird hier gewissermaßen geboren: Schwerpunkt des 1985 an der Uni Tübingen gegründeten NMI liegt auf der Entwicklung von Produkten und Verfahren in den Bereichen Biotechnologie, Biomedizin sowie Oberflächen- und Grenzflächentechnologie.

Blinde sollen sehen – Taube wieder hören

An Ständen und in Laboren präsentierten Wissenschaftler ihre Produkte. Prof. Volker Bucher erklärte laiengerecht, wie es den Forschern gelingt, Tauben mit einem aktiven Mittelohrimplantat wieder Gehör zu verleihen, wie mittels Schädelimplantat Gehirnaktivitäten bei epileptischen Anfällen lokalisiert werden können, oder wie Blinde mit moderner Technologie ihr Augenlicht zurückerhalten. In anderen Laboren testete beispielsweise eine Mikroleber die Sicherheit von Medikamenten, wurden biologische Bandscheiben vorgestellt oder erklärt, wie am NMI die toxische Wirkung von Nanopartikeln in der Atemluft auf die Lungenzellen untersucht wird.

Im Rahmen seines Besuchs überreichte Schmid den Förderbescheid für das Jahr 2012. Mit den rund zwei Millionen Euro Fördergeld vom Land wolle das NMI „vor allem die Vorlauf- und Eigenforschung finanzieren“, erklärte Prof. Hugo Hämmerle, Leiter des Instituts. „Die Arbeit des NMI an der Schnittstelle zwischen Bio- und Materialwissenschaften sind für den Standort Baden-Württemberg und seine Wirtschaft wichtige Zukunftsthemen“, so Schmid. Begeistert von der Arbeit der Wissenschaftler am NMI zeigte sich auch OB Barbara Bosch: „Eine Erfolgsgeschichte“ sei das Institut, „hier brodelt’s und funkt’s!“ Stolz zeige sich die Stadt deswegen auch „Schulter an Schulter“ mit dem Institut und dem Technologiepark, in dessen Herzen das Institut liegt.

Tag der offenen Tür im NMI mit prominenten Gästen
Barbara Bosch, Nils Schmid und Institutsleiter Hugo Hämmerle.Bild: Faden

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10.09.2012, 12:00 Uhr

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