Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Taking Lives

Düsterer Thriller, in dem eine FBI-Agentin versucht, einen Serienkiller zu finden, der die Identität seiner Opfer annimmt.

Düsterer Thriller, in dem eine FBI-Agentin versucht, einen Serienkiller zu finden, der die Identität seiner Opfer annimmt.

TAKING LIVES
USA

Regie: D.J. Caruso
Mit: Angelina Jolie,Ethan Hawke,Kiefer Sutherland

- ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
24.11.2015

Kritik: Die Tour de France gilt nicht nur als der härteste sportliche Wettkampf überhaupt, sondern auch als der von den tollsten Mythen umrankte. Eine Geschichte wie in diesem phänomenalen französischen Zeichentrickfilm kann sich aber wirklich nur ein mit allen Wassern gewaschener Drehbuchautor ausgedacht haben:

In einem winzigen Häuschen neben dem Bahndamm lebt ein trauriger kleiner Junge bei seiner Adoptiv-Oma, Madame Souza. Als er eines Tages einen Drahtesel geschenkt bekommt, platzt der Lebensknoten. Unter Omas eisernem Trainings-Regiment mausert sich das antriebsschwache Pummelchen zum wadenstrammen Radrennfahrer, der sogar bei der Tour de France mitmischen darf. Doch während einer schweißtreibenden Bergetappe verschwindet der Crack plötzlich spurlos. Madame Souzas Nachforschungen führen sie per Tretboot über den Ozean in die unschwer als New York zu identifizierende Megalopolis Belleville.

Mehr noch als durch seine bizarre Handlung besticht der Film von Sylvain Chomet allerdings durch die schillernden Kleinteile und cleveren Anspielungen. Die Titelsequenz ist eine überschwängliche Hommage an das Varieté-Paris der dreißiger Jahre. Unser verhinderter Champion erscheint in seiner stoischen Gelassenheit wie ein Verwandter Buster Keatons. Der Detailreichtum aller Figuren (etwa Madame Souzas gewaltiger Klumpfuß) erinnern an die Filme von Hayao Miyazaki („Chihiros Reise“), der Zeichenstil an die surrealistischen Parts von Disneys Altklassiker „Fantasia“, die sanfte Kulturkritik und das Fehlen von Dialogen an Jacques Tati.

Weitere Trümpfe sind die „Triplettes de Belleville“ des Originaltitels, drei schrullige Sängerinnen, deren schräge Songs zwischen Edith Piaf und Django Reinhardt die Bilder kongenial umgarnen. Für die etwas grobere Komik sorgt Madames Hund, dessen Vorliebe für das Ankläffen von Zügen bis zur totalen Erschöpfung gemolken wird. Dazu gesellen sich noch listige Karikaturen französischer und amerikanischer (eine fettleibige Freiheitsstatue) Lebensart. Es ist ein Wunder, dass es dem Regisseur gelingt, diese Überfülle aberwitziger Einfälle in die wie am Schnürchen ablaufende, zunehmend ins Alptraumhafte driftende Geschichte zu integrieren.

Tricktechnisch wirkt „Das große Rennen von Belleville“ so, als habe das Team alles links liegen lassen, was es in den letzten 50 Jahren an Innovationen gab. Gerade das macht ihn so unglaublich frisch. Der Zeichentrickfilm soll am Ende sein? Glauben Sie nicht alles, was Hollywood Ihnen erzählt.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
25.04.2004

12:00 Uhr

Acid-Burn schrieb:

geiler Film



09.04.2004

12:00 Uhr

Boris Dollinger schrieb:

Ordentlich inszeniertern und sehr gut besetzter Thriller, dessen Darsteller sich zwar ersichtlich Mühe geben, der es jedoch durch seine einfallslose und leicht durchschaubare Story(es ist schon zu Anfang recht offensichtlich wer der Killer ist, und auch der Plot-Twist zum Ende des Films ist vorhersehbar)nicht schafft sich aus dem Mittelmaß hervorzuheben. Chance verschenkt.



Kino Suche im Bereich
nach Begriff
Anzeige