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Tango zum Buffet

„TanGoHarmonika“ in Kirchentellinsfurt

Mit allen Sinnen genießen galt es gestern Mittag im Schloss Kirchentellinsfurt beim Jazz-Brunch. Neben einem reich gedeckten Buffet gab es für die etwa 80 Gäste Musik von „TanGoHarmonika“.

22.10.2012

Kirchentellinsfurt. Der „Jazz Brunch“ im Rittersaal des Kirchentellinsfurter Schlosses ist seit Jahren ein fester Programm-Punkt der Tübinger Jazz- und Klassiktage. Der Arbeitskreis „Kultur im Schloss“ lud gestern Mittag erneut zum Schlemmen und Lauschen. Die gelungene Verbindung von kulinarischem Angebot und Konzert hat sich längst herumgesprochen. So war es kaum verwunderlich, dass die Nachfrage weit größer war, als die Anzahl der vorhandenen Plätze im Rittersaal. Das Konzert mit Brunch war mit rund 80 Gästen ausverkauft. Diese hatten an den weiß gedeckten Tischen im Schloss Platz genommen.

Nicht nur das Buffet bot so manchen Entdeckung, auch die Musiker von „TanGoHarmonika“ hielten teilweise Beeindruckendes und Erfrischendes parat. Als eine Art musikalisches Appetithäppchen spielte „TanGoHarmonika“ noch vor der Eröffnung des Buffets zunächst zwei Stücke. Doch bereits die ersten Takte machten deutlich, in welche Richtung die Reise führte: Im Tango-Schritt ging es nach Lateinamerika. Doch das Besondere daran: Nicht etwa das typische Bandoneon führte in diesem Tanz, sondern die Mundharmonika, gespielt von Uli Kieckbusch. Unterstützt wurde er von Michael Schneider am Kontrabass, von Perkussionist Joachim Gröschel und mit einfühlsamer Begleitung von Peter Anthony am Flügel.

Zwischen den drei Konzertteilen tischte der Arbeitskreis „Kultur im Schloss“ eine große Auswahl an selbst gemachten süßen und herzhaften Leckereien auf – vom mediterranen Salat über Sushi und Braten bis hin zu Dessert und Kuchen.

Für ein besonderes Klangerlebnis sorgte Regina Emilsson-Soergel mit ihrem Viola-Spiel: Der mal nasale mal samtweiche Klang der Bratsche ging eine eigenwillige Verbindung mit dem Mundharmonika-Klang ein. Besonders deutlich war dies in einem Duo zu erleben. „Ich habe versucht, beide Instrumente so gut es geht verschmelzen zu lassen“, kündigte Kieckbusch an. Tatsächlich schienen die beiden Stimmen – getragene Viola und klagende Mundharmonika – zunächst Hand in Hand zu gehen, um sich dann zu umspielen und abwechselnd voranzueilen.

Die Kompositionen stammten allesamt von Kieckbusch selbst. Neben Tango waren hier auch osteuropäische Einflüsse und Jazz hörbar. „Das Problem ist nicht das Schreiben der Stücke, sondern einen jeweils passenden Titel für die Komposition zu finden“, verriet er. Woher der „Stuttgart-Tango“ seinen Namen hatte, verriet Kieckbusch zwar nicht, doch vermischten sich in dem Stück ziemlich wild Taktarten. Schmunzelnd sagte Kieckbusch deshalb: „Ich würde es gern mal erleben, dass Tango-Tänzer dazu tanzen.“ del

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22.10.2012, 12:00 Uhr

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