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Der Club könnte weitermachen

„Tangente“-Inhaber nehmen Stellung zu den Vorwürfen des Pächters

Das Schicksal der „Tangente Night“ ist ungewiss. Ihr Pächter Robert Frunder steigt Ende des Jahres aus und die Brauerei kündigte den Pachtvertrag. Der traditionsreiche Club in der Pfleghofstraße 10 sei nicht mehr lukrativ und die Pacht zu hoch, so hatte Frunder dem TAGBLATT gesagt. Die Plochinger Inhaber des Hauses wollen nun einiges richtigstellen.

19.09.2014
  • ust

Tübingen. Lothar Sartor ist der Sprecher der Erbengemeinschaft, die aus seiner Schwester und ihm besteht. Es sei keineswegs zwingend, so betont der Hauseigentümer, dass die „Tangente Night“ mit Ende des Jahres schließe. Sowohl Eigentümer als auch Brauerei suchten einen neuen Pächter. Mit entsprechendem Nachfolger bleibe das Lokal erhalten.

Robert Frunder habe 2006 bei der Übernahme die Tangente in dem für sie charakteristischen Zustand erhalten wollen und keine Sanierung des Clubs gewünscht. Von Wassereinbrüchen aus der Pfleghofstraße, wie Frunder im Gespräch mit dem TAGBLATT gesagt hatte, wissen die Vermieter nichts. Außerdem sei das Gebäude keineswegs sanierungsbedürftig: „Wir haben das Haus für Hunderttausende Euro saniert“, wundert sich Sartor.

Auch das Tanzlokal im Untergeschoss, der „Fuchsbau“, sei nach dem Verlassen des Spielclubs in einen „nagelneuen Zustand“ versetzt worden. „So wie es dort nun aussieht, das hat allein der Herr Frunder zu verantworten“, ärgert sich der Verpächter. Überdies hält er das Hochwasser im WC-Bereich für eine Folge des Straßenbaus in der Pfleghofstraße. „Wir stehen“, so Sartor, „immer noch in Verhandlung mit der Stadt Tübingen und einem Gutacher darüber, wie das Problem gelöst werden kann.

Frunder hatte über eine Verdoppelung der Pacht und ihre Höhe geklagt. Die Erhöhung habe aber allein mit einer vergrößerten Nutzfläche zu tun, die dem Pächter seit mehr als zwei Jahren zur Verfügung stand, so nun der Vermieter. Neben „Tangente“ und „Fuchsbau“ habe Frunder auch noch Lagerräume gemietet. Er habe die Pacht jedoch eigenständig „ständig und massiv gekürzt“. Von Einnahmeeinbußen bei Frunder kann laut Sartor keine Rede sein. Im Gegenteil: Während der Bauphase habe er keine Pacht gezahlt, aber durch „mehrere Baustellen-Feste“ besondere Einnahmen gehabt.

Dass die Kosten, die auf einen Nachfolger zukämen, nicht durch den Betrieb eingespielt werden könnten, diese Behauptung erscheint Sartor ebenfalls nicht nachvollziehbar. „Herr Frunder kennt doch unsere Vermietungsstrategie nicht.“

Wer das Recht an dem Clubnamen „Tangente Night“ hält, sei noch nicht geklärt. Mit der Brauerei Dinkelacker jedenfalls gebe es keine Schwierigkeiten, da habe man, so Sartor, „49 Jahre ein sehr gutes Verhältnis“ gehabt. „Das können wir“, setzt er hinzu, „über unseren derzeitigen Pächter nicht sagen.“


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