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Aus Kunststoff, aber mit Gefälle

Tartanbahn auf dem Bodelshäuser Sportplatz

Die Aschenbahn auf dem Bodelshäuser Sportplatz war in so schlechtem Zustand, dass manche Wettkämpfe nicht mehr veranstaltet werden konnten. Nach lebhafter Diskussion beschloss der Gemeinderat, die 100-Meter-Bahn mit einem Kunststoffbelag zu erneuern.

11.02.2010
  • susanne wiedmann

Bodelshausen. Jahrelang wurde zugewartet und nichts saniert. Denn Verwaltung, TSG und VfB Bodelshausen hatten nur ein Ziel: Den Sportplatz mit einer 400-Meter-Kampfbahn, Leichtathletik-Anlagen und Tribüne auszubauen. Bereits im Jahr 1975 war ein „Sportstätten-Entwicklungsplan“ erstellt worden. Und schon damals wurde darauf verwiesen, dass der Sportplatz falsch gerichtet sei, dass die bisherige Orientierung den allgemeinen Richtlinien widerspricht, und dass der Platz in nord-südliche Richtung gedreht werden sollte. Zudem wurden schon vor 25 Jahren Staunässe und Unebenheiten auf dem Rasensportplatz beklagt. Nicht zuletzt wurde 1998 beim Bau der danebenliegenden Krebsbachhalle die 400-Meter-Laufbahn angeschnitten, so dass sie unbrauchbar geworden war.

Der Gemeinderat hatte nun am Dienstag einen Grundsatzbeschluss über ein neues Stadion zu treffen, bevor über die Sanierung der bestehenden Laufbahn entschieden werden sollte. Die Verwaltung ließ zunächst verschiedene Lösungen überprüfen. Bei der einfachsten Variante sollte ausschließlich der Tennenbelag der 100-Meter-Bahn und der Weitsprunganlage erneuert werden – zudem die beschädigte Seite der Betonrabatteneinfassung. Kosten würden dabei in Höhe von rund 35 000 Euro anfallen. „Diese einfache Erneuerung wird von den Vereinen gewünscht“, teilte Bürgermeister Uwe Ganzenmüller mit. Mit dem Ziel einer späteren Drehung der Sportplatzes, dürfte jetzt nicht zu viel investiert werden.

Die FWV sprach sich jedoch für die zweite Variante aus, die Laufbahn mit einem Kunststoffbelag zu versehen. „Das hält doch viel länger“, fand Werner Rieker. Man solle doch realistisch sein und nicht von einem Stadion träumen. „Der sportliche Bedarf ist doch gar nicht da. Und das Geld auch nicht. In den nächsten zehn Jahren wird der Platz doch nicht gedreht.“

Wenn man wieder nur einen Tennenbelag auftragen werde, „haben wir in ein paar Jahren das selbe Problem wieder“, betonte auch Fraktionskollege Reiner Letzgus. Das Längsgefälle der Bahn müsse man nicht ausgleichen, fand die FWV, so könnte Geld gespart werden. Denn die Veränderung des Geländes auf eine Ebene und die Erneuerung der Weitsprunganlage gehörten ebenso zu Variante zwei, die damit 130 000 Euro kosten würde.

Die SPD-Räte Klaus Schelling und Lutz Herrberg plädierten jedoch für die minimale Lösung. Wenn man jetzt eine Kunststoffbahn herstelle, „dann ist das das Finale für die nächsten zehn Jahre“, so Schelling. Eine Kunststoffbahn mit Gefälle könne nicht die Lösung sein. „Auf einer Aschenbahn kann man doch gut Sport treiben“, sagte Herrberg.

Sein Antrag, den Beschluss zu verschieben und nochmals die Vereine zu hören, wurde abgelehnt. Die Gemeinderäte stimmten mehrheitlich Riekers Antrag zu, die 100-Meter-Bahn mit einem Kunststoffbelag zu erneuern, die Weitsprunganlage zu sanieren, aber das Gefälle nicht zu korrigieren, um die Kosten zu senken.

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11.02.2010, 12:00 Uhr

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