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Mini ist das Festival nicht mehr

Tausende Musikfans genossen das zweitägige Spektakel im Horber Industriegebiet

Mini ist das größte Musikfestival im Raum Horb schon seit einigen Jahren nicht mehr . Im Vorverkauf gingen 4500 Dauerkarten und pro Tag 500 Tagestickets weg. Auch das Lineup ist stetig mitgewachsen und gipfelte in diesem Jahr in aktuellen Top Acts und altbekannten Highlights.

05.08.2012

Tausende Musikfans genossen das zweitägige Spektakel im Horber Industriegebiet
„Itchy Poopzkid“-Sänger Sibbi beim Gitarrenkoffer-Surfen übers Publikum.Bild: vov

Horb. Neben den Headlinern, die tausende Fans in Ekstase versetzten, sorgten auch viele der kleineren Bands für eine Bombenstimmung vor der Bühne. Im Sinne des britischen Heavy Metal eröffneten die Horber Lokalmatadore von Forensick auf der Zeltbühne das Festival, bauten am frühen Freitagnachmittag schon gehörig Druck auf und begeisterten ihre zu großen Teilen aus treuen Fans rekrutierte Zuhörerschaft. Da auf dem Mini-Rock-Festival nicht nur Rock gespielt wird, fanden sich im Lineup auch thematisch und stilistisch hervorstechende Gestalten wie der Nerdrapper Rockstah, der die Erwartungen der Menge bei weitem übertraf und sie beispielsweise mit Anspielungen auf die ersten Supermario-Spiele und das Leben als Computerfreak zum ausrasten brachte. Der erfolgreichere und aus den Charts bekanntere Cro war erwartungsgemäß etwas zu ruhig und vermochte wegen seiner kurzen Lieder keine so grandiose Stimmung aufzubauen wie viele sich vielleicht erhofft hatten.

Brutaler Pogo vor der Hauptbühne

Dafür punkteten Yakuzi mit einer erstaunlichen Massendynamik und lösten mit ihrem Ska-Punk Hass aus, der sich zielgerichtet gegen den Wutbauch getauften Roadie entlud, einen im Fatsuit gepolsterten Anheizer, der bei keinem ihrer Gigs fehlen darf. Der brutale Pogo verlagerte sich in dem Sinne einfach aus dem Zelt direkt vor die Hauptbühne, wo Boysetsfire nochmals einen drauf legten und den Abend ganz Post-Hardcore typisch mit einem riesigen „Moshpit“ beendeten.

Samstags war musikalisch noch mehr geboten als am Freitag. Nach einem glanzvollen Auftakt mit Bender übernahmen die talentierten Nachwuchsmusiker von Die Zahnfee die Zeltbühne und stellten für ihre Anhänger eine runde Show voll melodischem Deutschrock auf die Beine. Allseits bekannt und mit einer wahnsinns Show gerieten Itchy Poopzkid zu einem echten Juwel, ihre Bekanntheit verschaffte ihnen einen prall gefüllten Bühnenbereich mit lauter feierfreudigen Fans, die sich innerhalb einer guten Stunde allesamt zahlreiche blaue Flecken zuzogen.

Kraftklub, letztes Jahr von vielen noch verschmäht, klein und unbekannt auf der Bühne im Zelt, waren nun einer der größten Acts und genossen den gewaltigen Publikumsandrang im Open-Air-Bereich sichtlich. Mit ihren Hits wie „Ich will nicht nach Berlin“ oder „Zu Jung“ kam ordentlich Fahrt in den Laden und die aufgebrachte Menge ließ sich lautstarkes Mitsingen nicht mehr nehmen. Mit den Münchner Emil Bulls, einer aus den Gründungsjahren des MiniRock bestens bekannten Alternative-Metalband, wurde selbstverständlich so hart wie irgend möglich gemosht und gerockt. Vom Entertainmentfaktor her sind die Jungs kaum zu übertreffen, mit Songs aus ihrem Album „Oceanic“ landeten sie einen Volltreffer und ließen sich durch Nichts und Niemanden mehr stoppen.

Die Berliner Hiphop Formation K.I.Z. lieferte eine bombastische Show mit ironisch-provokanten Texten, Stickstoffkanonen und Feuerwerk vom Feinsten, ihren martialischen Aufrufen zu körperlicher Unverfrorenheit wurde selbstverständlich mit Freude stattgegeben.

Diebstahlserie auf dem Campingplatz

Einziger Wermutstropfen beim Minirock-Festival: Die Diebstahlserie in den Zelten, bei der schlafende Festival-Besucher ausgeraubt wurden. „Das haben wir so nicht vorhergesehen und wir müssen überlegen, was wir nächstes Jahr dagegen tun“, so Minirock-Pressesprecher Benni Breitmaier.

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05.08.2012, 12:00 Uhr

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