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Teenager rasen mit Tempo 150 in den Tod
Das Heck des Autos wurde mehrere Meter weit wegggeschleudert. Im Hintergrund der Baum, an dem der Wagen zerschellte. Foto: dpa
Unfall

Teenager rasen mit Tempo 150 in den Tod

Nasse Fahrbahn, schlechte Sicht: Vier junge Männer sterben auf einer Landstraße im Unterallgäu. Ihr Auto prallt gegen einen Baum und wird in zwei Teile gerissen.

28.11.2016
  • DPA

Markt Rettenbach. Trauriges Ende einer nächtlichen Autofahrt: Auf dem Weg zu einem Jugendtreff sind am späten Samstagabend im Unterallgäu vier junge Männer bei einem verheerenden Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei hatte ein 18 Jahre alter Fahranfänger in einer langen Rechtskurve einer Staatsstraße in Markt Rettenbach bei stark überhöhtem Tempo die Gewalt über das Fahrzeug verloren. Das mit fünf Insassen besetzte Auto kam von der Straße ab und prallte gegen einen Baum.

Die genaue Unfallursache war unklar. Allerdings sei die Fahrbahn zum Unfallzeitpunkt gegen 23 Uhr nass gewesen, zudem soll der Wagen mit etwa Tempo 150 unterwegs gewesen sein, hieß es.

Neben dem 18-Jährigen starben drei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren. Der Fahrer und drei seiner Begleiter seien noch an der Unfallstelle gestorben. Ein fünfter Insasse wurde schwer verletzt.

Auf dem Weg zum Jugendtreff

Die jungen Männer, die alle aus einem Ort stammen, waren laut Polizeihauptkommissar Gerhard Zielbauer zuvor bei einer Weihnachtsfeier gewesen. Dann hätten sie noch zu einem beliebten Treffpunkt von Jugendlichen fahren wollen. Ob der Fahrer alkoholisiert war, ist unklar.

Eine Verkehrsteilnehmerin hatte den verheerenden Unfall entdeckt und Alarm geschlagen. Den Einsatzkräften – neben Polizei und Feuerwehr waren auch Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes vor Ort – bot sich an der Unfallstelle ein schreckliches Bild. Das Auto war durch den Aufprall auf den Baum derart zerrissen worden, dass die Einsatzkräfte zunächst zwei Unfallfahrzeuge vermuteten. Das Heck des Wagens flog mehrere Meter weit in eine Wiese. „Das war brutal“, sagte Zielbauer. Auch seine Kollegen seien „sichtlich geschockt“ vom Einsatz zurückgekehrt. „Das geht allen wirklich nah.“ Einen der Insassen habe man aus dem völlig zerstörten Wrack herausschneiden müssen, die auf der Rückbank sitzenden Mitfahrer seien bei dem Aufprall aus dem Auto herausgeschleudert worden.

Unterdessen ist in Mittelfranken ebenfalls ein junger Mensch bei einem Unfall gestorben. Ein 24-Jähriger war im Kreis Ansbach am frühen Sonntagmorgen in einer Rechtskurve auf die Gegenspur geraten. Er krachte frontal in ein entgegenkommendes Auto der US-Militärpolizei. Der 26-Jährige Beifahrer des jungen Mannes wurde aus dem Auto geschleudert und starb noch an der Unfallstelle. Der 24-Jährige und die beiden Militärpolizisten wurden schwer verletzt. Michael Fox, dpa

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28.11.2016, 06:00 Uhr

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