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Familiendrama

Teilgeständnis nach Schüssen

Vater wird versuchter Mord an Tochter und deren Begleiter vorgeworfen.

06.12.2016
  • JULIA SCHWEIZER, MARTIN TRÖSTER

Bietigheim-Bissingen. Der Mann, der am frühen Sonntagabend in Kornwestheim auf seine Tochter und einen jungen Mann geschossen hat, ist teilweise geständig. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wird ihm versuchter Mord in zwei Fällen vorgeworfen.

Der 46-jährige Familienvater hatte sich am Sonntagabend der Polizei gestellt – kurz nach den Schüssen auf seine 19 Jahre alte Tochter und einen 28-jährigen Mann in der Theodor-Heuss-Straße. Die beiden waren im Auto gesessen, als der Vater gegen 17.40 Uhr die Beifahrertür aufriss und unvermittelt mit einer Pistole auf die beiden feuerte. Die junge Frau hatte offenbar riesiges Glück, denn sie erlitt einen Durchschuss an der Wange. Der Vater hatte mit einer scharfen Waffe geschossen.

Den Schützen entwaffnet

Es gelang der Tochter trotz des Wangendurchschusses, am Vater vorbei aus dem Auto zu flüchten, sich in Sicherheit zu bringen und die Polizei zu alarmieren. Ihr Bekannter stieg sofort aus dem Fahrzeug aus, berichtete die Polizei. Es kam demnach zu einem Handgemenge zwischen den Männern, wobei der 46-Jährige wieder auf seinen Kontrahenten schoss. Diesem gelang es allerdings, sich zur Wehr zu setzten. Die Polizei spricht von „Verletzungen im Kopfbereich“, die der 28-Jährige dem Schützen zufügte. Schließlich gelang es dem Jüngeren, seinen Widersacher zu entwaffnen und in seinem Auto zu flüchten. Er meldete sich bei einem Bekannten, der sofort die Polizei und den Rettungsdienst verständigte.

Ob der 28-jährige Mann der Partner der jungen Frau ist, kommentiert die Polizei derzeit ebenso wenig wie die Frage, ob die Tat in einem Zusammenhang mit der Beziehung der beiden steht. Der Angreifer besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft, teilt die Polizei auf Anfrage mit.

Zum Motiv des Schützen sagt die Polizei nur, dass es wohl in „zurückliegenden familiären Konflikten zwischen dem Vater und der Tochter“ liege. Worum es in diesen Konflikten ging, präzisierte die Polizei auch auf Nachfrage nicht.

Sowohl der Angreifer als auch der Angegriffene kamen ins Krankenhaus. Die Tochter wurde zwar ebenfalls schwer verletzt, musste allerdings nicht stationär im Krankenhaus bleiben. Die Waffe wurde sichergestellt. Nach Angaben der Polizei ist noch unklar, ob der Schütze sie legal besaß oder nicht. Julia Schweizer, Martin Tröster

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06.12.2016, 06:00 Uhr

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