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Tübingen

Teleskope und das Universum

Ein Achtel des Budgets, das vom Bundesforschungsministerium derzeit für die Astrophysik zur Verfügung gestellt wird, geht nach Tübingen. Für drei Projekte gibt es 1,9 Millionen Euro.

27.07.2014

Tübingen. Erfolg für die Tübinger Astroteilchenphysik: Wissenschaftler der Uni Tübingen erhalten vom Bundesforschungsministerium Fördergelder in Höhe von 1,9 Millionen Euro. „Diese Zusage stärkt die gewichtige Rolle der Universität Tübingen für die Astroteilchenphysik in Deutschland“, freute sich Prof. Josef Jochum vom Kepler Center an der Uni Tübingen. Gemeinsam mit seinem Kollegen aus der Astrophysik Prof. Andrea Sant angelo betreut er die Projekte, die alle in Kooperation mit internationalen Forschungseinrichtungen laufen.

Im Projekt GERDA suchen Wissenschaftler nach Antworten zu Fragen der Entstehung des Universums. In diesem Fall suchen sie eine bestimmte Zerfallsform von Teilchen, die möglicherweise bei einem Isotop des Elements Germanium auftritt. Wenn sie diesen „neutrinolosen doppelten Betazerfall“ nachweisen können, haben sie gleichzeitig eine Erklärung für die Entstehung von Materie im frühen Universum. Das Experiment ist im Gran Sasso Untergrundlabor aufgebaut, einem Labor in einem Gebirgsstock in Mittelitalien, nahe der Stadt L’Aquila. Die Tübinger Forscher sind hier für ein Detektionssystem zuständig, mit dem das eigentliche Experiment vor kosmischer Strahlung und Umgebungsradioaktivität geschützt wird.

Ebenfalls im Gran Sasso ist das Projekt CRESST angesiedelt. In diesem Experiment suchen Wissenschaftler nach Teilchen, die die dunkle Materie im Universum bilden könnten. Dafür wird bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt die Teilchenstreuung mit Hilfe von Temperaturerhöhungen gemessen. Die Universität Tübingen ist bei diesem Experiment für den Bau der supraleitenden Temperatursensoren zuständig.

Das Cherenkov Telescope Array (CTA) ist ein geplanter Standort von etwa 80 Teleskopen, die Hochenergie-Gammastrahlen messen sollen. Davon erwarten sich die Forscher neue Erkenntnisse über Ereignisse wie zum Beispiel Supernovae und weitere hochenergetische Prozesse im Universum. Das Forschungsministerium fördert die Tübinger Wissenschaftler beim Bau der Steuerungen für die Teleskopspiegel und für die Auslese-Elektronik für die Kameras. ST

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27.07.2014, 12:00 Uhr

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