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Berlin/Paris

Terror-Thriller kommt nicht in die Kinos

Die Terroranschläge von Paris sorgen auch bei Künstlern für Entsetzen. Popstar Madonna mahnt, sich nicht einschüchtern zu lassen.

17.11.2015
  • DPA

Berlin/Paris Nach den Terroranschlägen von Paris will sich die Filmbranche in den nächsten Tagen mit Festen zurückhalten. Nicht nur die Premiere des letzten "Tribute von Panem"-Films in Los Angeles wird bescheidener ausfallen, auch für andere Filme sind die Marketingaktivitäten heruntergefahren worden. So wurde die für gestern in Paris geplante Premiere von "Jane Got a Gun" mit Natalie Portman gestrichen. Die Pariser Premierenfeier von Steven Spielbergs "Bridge of Spies" am Sonntag entfällt.

Terror-Thriller kommt nicht in die Kinos
Madonna: Wir lassen uns nicht den Mund verbieten. Foto: dpa

Der Thriller "Made in France" kommt vorerst nicht in die französischen Kinos. Der für morgen geplante Start sei verschoben worden, teilte der Verleih Pretty Pictures mit. Nicolas Boukhriefs Film handelt von einem muslimischen Journalisten, der sich Zugang zu einer islamistischen Terrorzelle verschafft, um Informationen über einen geplanten Terroranschlag in Paris herauszufinden. Der Thriller sollte ursprünglich am Jahresanfang herauskommen, nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" im Januar war der Start bereits verschoben worden.

Popstar Madonna rief derweil dazu auf, sich nicht von Terroranschlägen und Drohungen zum Schweigen bringen zu lassen. Ihr Auftritt in Stockholm am Wochenende sei schwierig gewesen, "aber in der Arena war so viel Liebe, dass ich das Gefühl hatte, wir haben Dunkelheit in Licht verwandelt", schrieb sie auf Facebook. "Und das ist unsere Aufgabe als menschliche Wesen!", fügte die 57-Jährige hinzu.

Bei dem Konzert hatte sie eine emotionale Rede gehalten. Ihre Show drehe sich darum, das Leben zu feiern, für die eigenen Rechte aufzustehen und für das zu kämpfen, woran man glaube: Die Terroristen "wollen uns den Mund verbieten. Sie wollen uns zum Schweigen bringen. Und wir werden sie nicht lassen", hatte Madonna unter dem Jubel der Fans gesagt. Sie gab zu, kurz überlegt zu haben, ob sie die Show absagen sollte. "Dann dachte ich mir aber: Warum sollte ich ihnen nachgeben, warum sollte ich ihnen erlauben, mich und uns davon abzuhalten, Freiheit zu genießen?" Paris steht am 9. und 10. Dezember auf Madonnas Tourplan.

Einige andere Künstler und Bands haben derweil ihre diese Woche geplanten Konzerte - auch in Deutschland - abgesagt.

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17.11.2015, 12:00 Uhr

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