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The Beatles: Eight Days a Week - The Touring Years

The Beatles: Eight Days a Week - The Touring Years

Dokumentarfilm über die frühen Jahre der Fab Four und das Phänomen der Beatlemania.

Die Pilzköpfe auf Tour: "The Beatles: Eight Days a Week" (15.9.)

USA 2016

Regie: Ron Howard
Mit: The Beatles, Elvis Costello, Whoopi Goldberg

138 Min. - ab 0 Jahren

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01.10.2016
  • Klaus-Peter Eichele

Die berühmteste Popgruppe der Welt hat eine überraschend bescheidene Leinwand-Präsenz. Es gibt ihre eigenen Filme aus den Sixties und zwei Spielfilme über die frühe Frühzeit („Nowhere Boy“, „Backbeat“) – das war’s im Wesentlichen. Insofern ist es ein Wert an sich, wenn jetzt Hollywood-Routinier Ron Howard („A Beautiful Mind“) die erste große Dokumentation der Bandgeschichte vorlegt – auch wenn sie nicht die gesamte Karriere umspannt, sondern, wie der Untertitel nahelegt, „The Touring Years“. Es geht also um die Zeit bis 1966, als die Beatles beschlossen, keine Konzerte mehr zu geben. Hauptgrund war der Überdruss an kreischenden Fans, die die musikalische Entwicklung der Band nicht zur Kenntnis nahmen.

Aus hunderten Stunden Material – historischen Film-, Bild- und Tonaufnahmen sowie Interviews mit Paul McCartney, Ringo Starr, Fans und Experten – haben Howard und sein Team einen soliden Überblick herausgefiltert. Mehr aber auch nicht. Vergleicht man „The Beatles“ mit aktuellen Musikerdokus wie „Amy“ und „Janis“, fällt er ab. Was fehlt, ist ein tragendes Narrativ. Lässt man die Musik mal beiseite, geht es um vier supernette Jungs, die vier Jahre lang viel Spaß miteinander haben und von einem Erfolg zum nächsten eilen. Da haben so gebrochene und wetterwendische Charaktere wie Winehouse und Joplin erheblich mehr erzählerische Substanz.

Neue Erkenntnisse liefert der Film nicht, was angesichts der bestens erforschten Beatles-Historie auch verwunderlich wäre. In Europa kaum bekannt ist allerdings die von Howard akzentuierte Tatsache, dass sich die Pilzköpfe bei ihren USA-Tourneen beharrlich weigerten, vor rassisch sortiertem Publikum aufzutreten – und dadurch das System der Segregation in den Südstaaten zumindest für die Länge eines Konzerts zum Einsturz brachten.

Wer sich nostalgisch die wilde Frühzeit der Fab Four vergegenwärtigen will – hier hinein!

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01.10.2016, 16:12 Uhr

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