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Ein britisches Gebräu

„The Brew“ rockten das Sudhaus im Geist der 70er Jahre

Man nehme Jimi Hendrix und den jungen Jimmy Page, gebe zwei große Marshall-Türme hinzu, würze kräftig mit ACDC-Donnergrollen und schmecke schließlich mit je einer Prise Deep Purple und frühe Pink Floyd ab: Und (fast) fertig ist der Zaubertrank namens „The Brew UK“.

26.10.2012
  • Madeleine Wegner

Tübingen. Die Smiths aus dem nordostenglischen Städtchen Grimsby müssen eine musikalische Familie sein: Vater Tim Smith spielt zusammen mit Sohn Kurtis in der Band „The Brew UK“. Doch auch Sohn Conner Smith steht als Bassist und Sänger mit seiner Band „Hollow Days“ auf der Bühne. In den letzten Tagen sogar auf der selben wie Vater und Bruder. Denn als Vor-Band begleiten sie „The Brew UK“ auf ihrer aktuellen Tour durch Deutschland und Dänemark.

Die Tour machte am Mittwoch im Tübinger Sudhaus Station. Zum Aufwärmen des Publikums legten die „Hollow Days“ los, zu denen neben Smith auch Gitarrist Scott Neumann und Schlagzeuger Alex Brown gehören. Und auch wenn die drei Jungs das Schülerband-Image noch nicht ganz abschütteln konnten, taten sie doch das, was eine Vor-Band tun sollte: Sie heizten ein und brachten das Publikum auf Temperatur.

Und die wurde von „The Brew UK“ noch um ein Vielfaches gesteigert. Jason Barwick macht dazu das Power-Trio komplett und prägt mit seinem Gesang, vor allem aber an der E-Gitarre den „Brew“-Sound. Und der ist eindeutig in den 1960ern und 70ern verankert. Und obwohl sie eigene Songs spielen, klingt vieles so, als hätte man es schon mal gehört – zum Beispiel bei Led Zeppelin oder The Who. Bei Pete Townshend scheint sich Barwick darüber hinaus einige Posen abgeguckt zu haben. Auch das obligatorische Paisley-Hemd und der schmale, um den Hals geschlungene Schal durften nicht fehlen.

Dennoch: All das wirkt bei „The Brew“ nicht besonders aufgesetzt. Die Drei scheinen einfach einen höllischen Spaß am Rocken zu haben. Und damit haben sie auch die Menge vor der Sudhaus-Bühne angesteckt. Und: Der 22-jährige Gitarrist bewies nicht nur beim Herumspringen eine schier unerschöpfliche Energie, sondern auch beim Improvisieren.

Tim Smith sorgte unterdessen für eine solide Begleitung am Bass. Und Kurtis Smith bekam am Schlagzeug wieder seinen Solo-Auftritt, bei dem er das Schlagzeug mit Sticks und Händen bearbeitete. Aber auch bei den einzelnen Songs, die mal in Richtung Blues Rock gingen, mal eine härtere Gangart einschlugen, sorgte er für einen elektrisierenden Puls.

Mehrmals an diesem Abend hätte man glauben können, „The Brew“ setzten zum Covern alter Titel wie Jimi Hendrix’ „Little Wing“ an. Vor der Zugabe erlaubte sich Tim Smith dann tatsächlich den Spaß, Deep Purples „Child in Time“ anzudeuten, nur um dann doch einen der eigenen Songs im Geister der 60er- und 70er-Jahre zu spielen. Mindestens einen Unterschied zu früheren Rock-Jahrzehnten gab es dabei: Keiner der Musiker ließ sich am Mittwoch dazu hinreißen, sein Instrument auf der Bühne an zu zünden und in Flammen aufgehen zu lassen.

„The Brew“ rockten das Sudhaus im Geist der 70er Jahre
Rock‘n‘Roll-Daddy: Tim Smith (rechts) braut am Bass kräftig mit, während Sohn Kurtis am Schlagzeug Gas gibt. Der 22-jährige Jason Barwick macht jedoch mit seinem E-Gitarren-Spiel und Sound das Herz der Band „The Brew“ aus.Bild: Wegner

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26.10.2012, 12:00 Uhr

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