Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
The Da Vinci Code - Sakrileg

Wer sich 600 Seiten Schundroman langatmig zusammenfassen lassen will – hier hinein!

Wer sich 600 Seiten Schundroman langatmig zusammenfassen lassen will – hier hinein!

THE DA VINCI CODE
USA

Regie: Ron Howard
Mit: Tom Hanks, Audrey Tautou, Ian McKellen, Alfred Molina, Jürgen Prochnow, Jean Reno

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
24.11.2015
  • che

(...) Weiter zum Heiligen Gral. Was es damit in Dan Browns Bestseller und seiner Verfilmung auf sich hat, muss hier nicht nochmals ausgebreitet werden. Wäre „The Da Vinci Code“ ein Hitchcock-Film (und der Plot hätte dem Meister bestimmt gefallen), käme dem Gral die Rolle des „MacGuffins“ zu, irgendeiner Formel also, die die Handlung auslöst und vorantreibt, ohne selbst von besonderem Belang zu sein.

Ron Howard hingegen, dieser an sich versierte Regisseur („A Beautiful Mind“), nimmt Browns religiösen Verschwörungs-Schwurbel so gnadenlos Ernst, als gelte es, den Oscar für den besten (Pseudo-)Wissenschaftsfilm zu gewinnen. Statt aus den 600 Seiten Roman das Wesentliche zu destillieren (und das sind in einem Film immer noch die Figuren), werden fast jedem Hirngespinst des Autors ein paar Bilder abgerungen. Oder vielmehr: Wörter, denn vor allem wird in „The Da Vinci Code“ geredet, geredet und geredet. Tom Hanks mutiert vom Schauspieler zum Sätzeaufsager; Audrey Tautou empfiehlt sich mit Dialogmüll wie „Warum ist es hier so unheimlich?“ oder „Hier stimmt doch etwas nicht“ für die Goldene Himbeere; bloß der alte Recke Ian McKellen bringt munter chargierend ein bisschen Leben in die muffige Bude.

Was vielleicht ein trashiges, temporeiches Schauerstückchen hätte werden können, mäandert zweieinhalb Stunden lang in riesigen Schleifen durch ein Terrain, das jeder, der das Buch kennt oder die Zeitung liest, schon kennt. Und wer nicht, blickt bei all den umständlich verschlungenen Intrigen eh bald nicht mehr durch.

Gut möglich, dass Dan Brown, der als Executive Producer den Daumen auf dem Projekt hatte, selbst für das Debakel verantwortlich ist. Dem Kinogänger, der für diese Streckbank von Film auch noch Überlängen-Zuschlag bezahlen muss, kann es egal sein. So oder so ist „The Da Vinci Code“ eine Bankrotterklärung des Kinos.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
22.02.2007

12:00 Uhr

zwei schrieb:

Guter Film.
Ich hab das Buch zwar nicht gelesen, aber irgedwie das Gefühl, dass man noch mehr draus machen könnte.



27.11.2006

12:00 Uhr

WhateverUwant schrieb:

Hat leider mal wieder wenig mit dem Buchzu tun, aber sonst wäre der Film auch deutlich länger. Leider sind die Rollen schlecht besetzt... Tom Hanks soll doch lieber zurück auf seine Parkbank und die Tuss passt besser in nen B-Porno...



17.11.2006

12:00 Uhr

lalala schrieb:

Schwer zu verstehen wenn man das buch nicht kennt aber tolle darsteller



15.11.2006

12:00 Uhr

Dan Brown schrieb:

ist kein Schundroman !! :)



10.10.2006

12:00 Uhr

seerlt schrieb:

ich fande diesen fielm gut
genauso wie das buch



<< < 1 2 3 > >> 

Kino Suche im Bereich
nach Begriff
Anzeige