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28.08.2010
  • wit

Seit gefühlten Ewigkeiten ist er der tragische Held des Actionkinos: Sylvester Stallone, der nach all den Rocky- und Rambo-Kämpfen das verwüstete Gesicht zum letzten gequälten Lächeln verzieht. Hollywoods Lift-Boy von der traurigen Gestalt. Dass in dem anaboliden Haudegen doch ein annehmbarer Autor und Regisseur schlummert, versucht Stallone jetzt mit seiner Söldner-Saga zu belegen.

Ein zünftiger Killer-, Knall- und Baller-Streifen, zweifellos. Stallone lässt es ordentlich krachen: Rasant, brutal, und mit einer Kamera, die nirgends und nie den Nahkampf scheut. Söldnerführer Barney Ross (Stallone) schart einen beinharten Trupp fleischgewordener Kampfmaschinen um sich, die notfalls durch die Hölle gehen, um freche Freibeuter zu erledigen oder besser noch eine ganze Inselarmee samt Drogenboss vom Erdboden zu tilgen.

All das Hardcore-Gemetzel, bei dem die Gewaltfetischisten hinter den Popcorn-Airbags voll und ganz auf ihre Kosten kommen, verbirgt aber nicht den beinahe schon moralischen Anspruch, den Stallone auf seine alten Tage kultiviert. Selbst „Söldner mit einer toten Seele“, wie es in dem Film heißt, tragen noch einen Funken Anstand, Ehrgefühl und Menschlichkeit in sich. Auch wenn der erst so manches Pulverfass in die Luft jagen muss, bis Friede einkehrt. Ein Befreiungs-, Befriedungs- und schließlich Erlösungs-Mythos, der an klassische Söldner-Samurai und an die glorreichen Sieben erinnert.

Stallones Besetzungsliste spielt gleichfalls mit den Muskeln. Dolph Lundgren gibt einen zweifelhaften Typen, Mickey Rourke ist seit seinem „Wrestler“ sowieso als Charakterdarsteller eingepreist. Und good old Arnie Schwarzenegger erntet mit einem Kürzestauftritt (neben Bruce Willis) sowieso den größten Lacher. Mehr wird nicht verraten. wit

Rockys Horror-Picture-Show: Aber in all dem Krachbumm schlägt ein mitfühlendes Herz.

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28.08.2010, 12:00 Uhr

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