Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Ein echter Keppel für 260 Euro

Theater, Musik und allerlei Kunststücke: Benefiz-Abend für die Bürgerstiftung

Um fast 10 000 Euro wuchs am Wochenende das Grundkapital der künftigen Rottenburger Bürgerstiftung. Zum Benefizabend kamen am Samstag mehrere hundert Besucher in die Zehntscheuer.

11.10.2010
  • martin zimmermann

Rottenburg. Das Tübinger Theater-Talent Heiner Kondschak führte auf bekannt humorvolle Weise durch den Abend. Er überbrückte die Umbaupausen mit vierzeiligen Elefantengedichten und präsentierte „musizierende Mädels, deren Namen auf ,a‘ enden“: ein Gitarrenquintett, drei tanzende Querflötenspielerinnen sowie die Cellistin Angela von Gündell und die Sopranistin Viktoria Eschenfelder.

Der Liedermacher Stefan Töpelmann erklärte: „Es stimmt nicht, dass Fernsehen dumm macht. Man merkt nur nicht, dass man es schon ist.“ Für Kurzweil sorgten außerdem Zauberer Marc, die Rope-Skippers des TV Rottenburg und das Salsa-Duo Alfonso Cafisso und Vannesa di Meneo.

Am Eingang konnte man sich zu einem Stifungsbeitrag verpflichten, der mit der amtlichen Gründung der Stiftung fällig wird. Im Laufe des Abends kamen Verpflichtungserklärungen in Höhe von 5000 Euro zusammen. Die Stadtkasse legt bei Privatspenden nochmal den selben Betrag drauf. Damit sind nun laut Stiftungs-Mitinitiator Gerold Ruggaber insgesamt bereits 75 000 Euro Grundkapital eingegangen. Mit den erwirtschafteten Zinsen will die künftige Bürgerstiftung soziale und kulturelle Projekte in der Stadt fördern.

Zusätzlich wurden am Samstagabend noch etwa 1000 Euro in kleineren Beträgen gespendet. Dieses Geld wird nicht dem Stiftungskapital zugerechnet und kann deshalb schon jetzt für Projekte ausgegeben werden.

Nicht den erhofften Erlös brachte die Versteigerung einiger Bilder lokaler Künstler. Das teuerste Bild („Adam und Eva“ von Thomas di Paolo) erzielte 350 Euro. Auktionator Holger Keppel (im Brotberuf Baubürgermeister) konnte zwei Bilder gar nicht los werden.

Dafür weiß man nun, was ein „echter Keppel“ wert ist. Eine von dem Baubürgermeister gemalte toskanische Landschaft kam für 260 Euro unter den Hammer. Sie könnte demnächst das Wartezimmer einer Arztpraxis zieren. Keppel wird seine Werke demnächst in Herrenberg ausstellen.

Auch die Sprecherin der baden-württembergischen Bürgerstiftungen, Hanna Lehmann aus Freiburg, leitete eine Auktion. Sie versteigerte eine Haarbürste, die dann dem langhaarigen Heiner Kondschak geschenkt wurde. Die „teuerste Bürste der Welt“ brachte immerhin 215 Euro. Der Moderator bedankte sich: Er habe das Wort „Kamm“ bisher „nur von den Beatles gekannt – als ,Come together‘. “

Theater, Musik und allerlei Kunststücke: Benefiz-Abend für die Bürgerstiftung
Da wurde es richtig voll auf der Zehntscheuer-Bühne: Der Chor der Kreuzerfeld-Grundschule sang für die Bürgerstiftung.Bild: Rippmann

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

11.10.2010, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball