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Ein unmoralisches Angebot

Theatergemeinschaft Hirrlingen führt das „Haus in Montevideo“ auf

Mit dem „Haus in Montevideo“ führt die Theatergemeinschaft Hirrlingen ein Stück über Moral und Tugend aus den 1950er Jahren auf. 34 Schauspieler und aufwändige Bühnenbilder werden für die Inszenierung des großen Stücks von Curt Goetz in der Eichenberghalle aufgeboten.

20.11.2015
  • Andreas Straub

Hirrlingen. Die Geschichte geht so: Der tugendhafte Oberlehrer Professor Doktor Traugott Hermann Nägler führt mit seiner Frau Marianne und zwölf Kindern ein glückliches Leben. Als seine Schwester, die er vor Jahren wegen einer unehelichen Schwangerschaft aus der Familie verstoßen hatte, stirbt, soll Traugotts älteste Tochter alles erben. Gemeinsam mit ihr und dem Pastor reist er nach Montevideo, wo die Schwester gelebt hatte. Allerdings bringt eine Klausel im Testament Traugotts Tugendhaftigkeit ins Wanken: Nur wenn es in seiner Familie ein uneheliches Kind gäbe, erhielte sie das Erbe. Da versucht er doch glatt den künftigen Schwiegersohn dazu zu bringen, die Tochter erst zu schwängern und später zu heiraten: gewissermaßen „den Nachtisch vor der Suppe essen“. Doch der versteht die Andeutungen nicht, und Traugott beschließt, auf das Erbe zu verzichten. Zurück in Deutschland ist die Enttäuschung bei der Familie über das entgangene Erbe groß. Wird sie es vielleicht doch noch bekommen?

Bei der Premiere am Samstag, 21. November, ab 20 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) und bei zwei Vorstellungen eine Woche später um 13.30 Uhr und um 20 Uhr in der Hirrlinger Eichenberghalle wird man es erfahren. Seit September dieses Jahres haben die Laiendarsteller vier Mal pro Woche geübt. „Mit 34 Schauspielern, davon zwölf Kindern, ist dieses Stück vor allem eine personelle Herausforderung“, sagte die Schriftführerin der Theatergemeinschaft Hirrlingen Manuela Lohmiller bei der Probe am Mittwochabend.

Auch die Kulisse – erst das Haus der Näglers, dann das in Montevideo, später wieder das erste – muss viel umgebaut werden. Exotik erzeugt man mit Palmen und anderen Pflanzen. Für das Haus der Näglers hat Schreiner Robert Beuter, der für das Bühnenbild zuständig ist, eigens eine Tür angefertigt und grün gestrichen. In die metallene Glocke hat er den Namen „Nägler“ eingebracht.

„Wir haben zweieinhalb Stunden reine Spielzeit“, sagte Manuela Lohmiller. Bereits vor zwei Jahren hätten die Hirrlinger das Stück in einem anderen Theater gesehen und überlegt, es bei sich umzusetzen. Doch damals fehlten die Schauspieler. Besonders die vielen Kinder im Stück seien schwierig zu besetzen – nun ist es gelungen.

Schwierige Rollen sind zudem Traugott und der Pastor: Beide sind nahezu ständig auf der Bühne und müssen zudem lateinische Sprüche rezitieren. Harald Kurz, Vorstand bei der Theatergemeinschaft, spielt den Professor, Christoph Zug den Pastor. Sie werden sich über ein wenig Unterstützung freuen. Zum ersten Mal ist heuer Beate Zug als Souffleuse dabei. Regisseurin Kerstin Engelhardt, hauptberuflich in der Erwachsenenbildung tätig, hob bei der Probe die Herausforderung für das gesamte Team durch das große Stück heraus. Technik, Maske, Frisuren, Kostüme, alles musste organisiert werden und spätestens am Samstagabend muss es passen. Mit bis zu 350 Zuschauern rechnet die Hirrlinger Theatergemeinschaft bei der Premiere.

Theatergemeinschaft Hirrlingen führt das „Haus in Montevideo“ auf

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20.11.2015, 12:00 Uhr

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