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Ärger über Rückstau in Wurmlingen

Tiefbauamt: Andere Ampelschaltungen sind möglich

Die neuen Lückenampeln in Wurmlingen finden nicht die uneingeschränkte Zustimmung der Anwohner. Wegen der kontaktgesteuerten Ampelschaltung (das TAGBLATT berichtete) bilden sich zu bestimmten Tageszeiten lange Rückstaus in der Hirschauer Straße.

26.09.2012

Von Werner Bauknecht

Wurmlingen. „Die Staus in der Hirschauer Straße sind mir neu“, sagte Ortsvorsteher Hans-Dieter Bauschert auf Nachfrage des TAGBLATTs. Mit dem „Kreuzungsabfluss“ an der Thomas-Bengel-Straße und der Ortsdurchfahrt L 372 / 371 jedenfalls ist er zufrieden. „Und das lag auch in unserem Hauptinteresse.“

So sieht es auch der Leiter des Tiefbauamts Rottenburg, Manfred Wanner. „Bisher kamen bloß positive Rückmeldungen“, meint er, „und den Verkehr geringer machen können auch wir nicht.“ Ziel sei es gewesen, es dem von Unterjesingen her kommenden Verkehr möglich zu machen, an der Kreuzung Richtung Rottenburg oder Hirschau abzubiegen. Induktionsschleifen zählen dabei den Verkehr und schalten die Ampeln auf Rot, um Abbiegern Fahrt zu gewähren: entweder von Unterjesingen kommend nach Rottenburg oder Hirschau, oder von Rottenburg her das Abbiegen in die Ortsmitte Wurmlingen.

„Dass man den Verkehr nicht geringer machen kann, wissen wir schon“, sagt Margret Schäuble, die am Ortseingang von Hirschau her wohnt. „Aber früher sind die Autos einfach weitergefahren, jetzt stehen sie vor unserem Haus und warten auf Grün an der neuen Ampel.“ Die Schadstoffbelastung sei dadurch höher, zumal in der Rushhour am späten Nachmittag, wenn sich der Stau sich Richtung Hirschau ausdehnt.

Erst am vergangenen Sonntag habe der Stau fast bis Hirschau gereicht, berichtet Markus Ulmer aus Wurmlingen, warum, wisse er auch nicht. Der Ortsvorsteher macht dafür ein Konzert in der Uhlandhalle verantwortlich. „Die Besucher haben nach Parkplätzen gesucht.“

Solche Veranstaltungen, sagt Margret Schäuble, könne man an einer Hand abzählen, großen Einfluss auf das Verkehrsaufkommen hätten sie nicht. Der tägliche Verkehr sei das Thema. Allerdings: „Eine Patentlösung habe ich auch nicht.“ „Wir werden uns das jetzt mal anschauen“, so Wanner, „und wenn nötig, reagieren wir.“ Andere Ampelschaltungen und Nachbesserungen seien immer möglich. „Aber überstürzen wollen wir nichts.“

Die neue Wurmlinger Ampel in der Hirschauer Straße hilft weiter vorn dem Verkehr nach Rottenburg auf die Sprünge, verursacht aber nach hinten Rückstaus – die Anwohner sind genervt, das Tiefbauamt will nichts überstürzen. Bild: Bauknecht

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Erstellt:
26. September 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
26. September 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. September 2012, 12:00 Uhr

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