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Eine Frage der Kommunikation

Tigers-Neuzugang Johannes Lischka will sich steigern

Das Heimspiel gegen Gießen (Samstag, 20 Uhr) ist Johannes Lischkas 159. Partie in der Basketball-Bundesliga. Der erfahrenste Tiger will zeigen, warum er im Vorjahr in die All-Star-Auswahl gewählt wurde.

19.10.2012
  • Hansjörg Lösel

Tübingen. In seiner Geburtsstadt Gießen hat sich Johannes Lischka vom Jugend- zum Nationalspieler entwickelt. „Das Spiel gegen Gießen ist für mich aber mittlerweile nichts Besonderes mehr, das war in meinem ersten Jahr in Ludwigsburg noch anders“, sagt der 25-Jährige. Aus dem aktuellen 46ers-Kader kennt er nur noch Center-Routinier Elvir Ovcina, „ansonsten habe ich auch zum Verein keinen Kontakt mehr“. Zeit für Sentimentalitäten bliebe am Samstag ohnehin nicht: „Wir müssen endlich unser erstes Spiel gewinnen, dann geht es aufwärts“, sagt der Neu-Tübinger. „Wir müssen von Anfang an zeigen, wer Herr im Haus ist – ich hab keinen Bock auf ein enges Ding, ich will mit 20 gewinnen“.

Eine selbstbewusste Ansage, doch bisher blieben die Tigers noch hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück. „Die Offense läuft noch nicht rund, manchmal herrscht Verwirrung auf dem Feld – wir machen zu wenig Punkte für die Qualität der Spieler, die wir haben“, sagt Lischka. Dass die Tigers derzeit sogar das Tabellenende zieren, will er nicht überbewerten: „Mein Ziel ist einfach, so schnell wie möglich zehn Spiele zu gewinnen, dann sind wir raus aus dem ganzen Klassenkampf“.

Auch mit seiner eigenen Leistung in den ersten drei Spielen ist Lischka nicht zufrieden. „Samstag in Oldenburg war für mich persönlich eine Steigerung, aber ich habe bisher eher unglücklich gespielt.“ Dass es besser geht, hat der kräftige Forward schon bewiesen: Im Vorjahr wurde Lischka in die Allstar-Auswahl gewählt. Ansonsten lief in Ludwigsburg aber nicht viel zusammen, das Team musste bis zum letzten Spieltag um den Klassenverbleib bangen. „Ich will nicht noch einmal so eine Scheiß-Saison erleben“, sagt Lischka. Den Ausschlag für den Wechsel nach Tübingen gab dann offenbar ein Gespräch mit Trainer Perovic. „Seine Vorstellung gefällt mir“, sagt Lischka, außerdem sei es positiv, dass der Verein viele Leute aus der Vorsaison gehalten hat. Über das Thema Nationalmannschaft mache er sich momentan keine Gedanken: „Wenn man mich einlädt, ist es schön, wenn nicht, dann eben nicht.“

Für den Tigers-Trainer ist der 2,03 Meter große Forward einer der besten Bundesliga-Rebounder auf seiner Position. Weitere Vorzüge seien Lischkas Kampfgeist, Uneigennützigkeit und das Spiel direkt am Brett. Verbesserungs-Möglichkeiten sieht Perovic in Bereichen, die nicht direkt mit Basketball zu tun haben: „Er muss mehr kommunizieren, sich mehr öffnen“, sagt Igor Perovic. Und nimmt seine ganze Mannschaft in die Pflicht: „Sie müssen sich so frei fühlen, dass sie sich gegenseitig alles sagen können, dann sind wir als Gruppe stark“. Lischka weiß, dass er sich in Sachen Kommunikation verbessern kann, aber: „Das ist halt meine Persönlichkeit, ich bin eher introvertiert.“ Er werde daran arbeiten, versichert der Ex-Gießener – wohlwissend, dass sich das nicht so leicht trainieren lässt wie Korbleger.

Ein Video-Interview mit Johannes Lischka heute ab 15 Uhr im Blog der TAGBLATT-Sportredaktion: http://schwitzkasten.tagblatt.de

Tigers-Neuzugang Johannes Lischka will sich steigern

Geboren 2. April 1987 in Gießen
Größe 2,03 Meter
Gewicht106 Kilogramm
Vereine: VfB Gießen Pointers, TV Lich, Gießen 46ers, EnBW Ludwigsburg; seit 2012 Walter Tigers Tübingen, Vertrag bis 2014.
158 Bundesliga-Spiele
Erfolge: 2005 U18-EM in Belgrad, 2006 und 2007 Rookie Allstar-Spiel der Bundesliga, 2006 U20-EM in Izmir; Universiade-Teilnehmer in Belgrad 2009 und 2011 in Shenzen. Teilnahme am Allstar-Spiel der Bundesliga 2012
Internationale Karriere: U 18-Nationalmannschaft, U20-Nationalmannschaft
A2-Nationalmannschaft
Debüt in der A-Nationalmannschaft: 7. August 2009 beim 56:77 gegen die Niederlande. Vier A-Länderspiele.

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19.10.2012, 12:00 Uhr

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