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Basketball: Nur drinbleiben reicht nicht – Ziel Top 10

Tigers präsentieren sich ehrgeizig / Walter AG verlängert um zwei Jahre

Die Tiger sind hungrig: Mit der Zielsetzung Nichtabstieg wie in den vergangenen Jahren geben sich die Tübinger Erstliga-Basketballer nicht mehr zufrieden – ein Platz in den Top 10 soll es werden. Das i-Tüpfelchen wäre die Playoff-Runde der besten acht.

14.09.2012
  • hansjörg lösel

Tübingen. Understatement war gestern: „Ich bin stolz, sagen zu dürfen, dass dieses Jahr nicht der Klassenverbleib unser Ziel ist – wir wollen in die Top Ten“, sagte Manager Robert Wintermantel bei der Teampräsentation auf dem Firmengelände des Haupt- und Namenssponsors Walter AG, „das ist ein ambitioniertes Ziel, aber ich glaube an die Jungs.“

Tigers präsentieren sich ehrgeizig / Walter AG verlängert um zwei Jahre
Firmen-Chef Mirko Merlo bringt symbolisch den Ball ins Spiel – die Walter AG verlängert den Vertrag mit den Tübinger Bundesliga-Basketballern bis 2014.

Drei Mal in Folge landeten die Tübinger in der Endabrechnung auf Platz zwölf, jetzt darf es ruhig mal ein bisschen mehr werden: „Da wir uns bei Walter immer ehrgeizige Ziele setzen, wünschen wir uns eine einstellige Platzierung“, sagte Walter-Präsident Mirko Merlo. Der Werkzeughersteller aus der Derendinger Straße, hat den Vertrag mit den Tigers um zwei weitere Jahre verlängert. „Das ist ein klares Signal für unser Engagement am Standort Tübingen“, sagte Merlo gestern. Die Walter AG geht in die neunte Saison als Hauptsponsor der Basketballer.

Der größte Geldgeber bleibt also an Bord – ihren schwäbischen Sparkurs geben die Walter Tigers deshalb nicht auf. „Die Konsolidierung geht allem voran“, sagte Wintermantel, „in den letzten drei Jahren haben wir immer sechsstellige Beträge vom Defizit abgebaut.“ Ziel sei es, nach der Saison 2013/2014 „eine schwarze Null“ in der Bilanz stehen zu haben. Wintermantel: „Ich bin stolz, was wir erreicht haben, denn als ich 2008 angefangen habe, sah es ganz anders aus.“

Seit 2009 haben Cheftrainer Igor Perovic und Assistent Radisa Zdravkovic die sportliche Verantwortung, in dieser Saison kann das Duo erstmals mit einem Stamm aus dem Kader des Vorjahres planen. Reggie Redding, Josh Young, Vaughn Duggins und Tyrone Nash sind Führungsrollen zugedacht, Ruben Spoden und Julian Albus sollen jeweils den nächsten Schritt in der Entwicklung machen. Größter Hoffnungsträger in jeder Hinsicht ist Center Kenny Frease, aber auch Spielmacher Douglas Davis in seiner ersten Profi-Saison und nicht zuletzt die Bundesliga-Erfahrenen Johannes Lischka und Robert Oehle passen zu Perovics Philosophie. „Wir haben das jüngste Team der Liga, weil wir glauben, dass jüngere Spieler größere Entwicklungsschritte machen“, sagte der Tigers-Trainer.

„Ich kann nichts versprechen, außer: wir werden in jedem Spiel alles geben“, sagte Perovic. Unabdingbar fürs Erreichen großer Ziele sei jedoch, von Verletzungen verschont zu bleiben. „Andere Klubs verpflichten dann sofort Ersatz“, sagt Perovic und weiß, dass in Tübingen dafür kein finanzieller Spielraum da ist. „Die Liga wächst rasant“, sagt Wintermantel und rechnet vor: Die Etats aller Bundesligisten addiert lagen 2006 bei 35 Millionen Euro – sechs Jahre später hat sich dieser Betrag glatt verdoppelt. „Basketball ist auch in der öffentlichen Wahrnehmung gewachsen“, sagt Wintermantel und verweist auf ein Ranking des Sponsoring-Fachverbandes, in der die Korbjäger auf dem zweiten Platz gleich nach den hierzulande übermächtigen Fußballern gelistet werden. Was zur Folge hat, dass das Bundesliga-Klima rauer wird. Doch das schreckt die Tiger offensichtlich nicht – sie sind nach neun Jahren im Oberhaus selbstbewusst geworden.

Test-Phase geht unter der Teck weiter: Nach den Erfolgen in der Vorbereitung über Bamberg und den FC Bayern reisen die Tigers mit viel Selbstvertrauen nach Kirchheim zum Turnier am Wochenende. Am Samstag wartet um 17.30 Uhr Lokalrivale Ludwigsburg in der Sporthalle Stadtmitte. Im zweiten Halbfinale ab 20 Uhr trifft Zweitligist Kirchheim (unter anderem mit dem Ex-Tübinger Radi Tomasevic) auf den Mitteldeutscher BC. Der Erstliga-Aufsteiger ist in der Vorbereitung noch ungeschlagen, besiegte zuletzt sogar Alba Berlin. Das Spiel um den dritten Platz in Kirchheim beginnt am Sonntag um 15 Uhr, das Finale um 17 Uhr.

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14.09.2012, 12:00 Uhr

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