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Ein gutes Viertel ist zu wenig

Tigers sehen in der zweiten Hälfte kaum Land

Nach der dritten Niederlage in Folge zieren die mit so vielen Vorschusslorbeeren gestarteten Tübinger Walter Tigers das Tabellenende der Basketball-Bundesliga. Bei den Baskets aus Oldenburg dominierten sie ein Viertel lang, hielten bis zur Halbzeit mit, gerieten dann aber gehörig unter die Räder und verloren letztlich klar 60:79 (30:35).

15.10.2012
  • bernhard schmidt

Oldenburg. Sein Team habe nur im ersten Viertel das umsetzen können, was es sich vorgenommen hatte, resümierte der enttäuschte Tigers-Chefcoach nach dem Spiel. „Es war uns nicht möglich, das Level zu halten.“ Und Igor Perovic nimmt die Spieler in die Pflicht: „Jedem muss klar sein, dass er mehr machen muss, als er bis jetzt geleistet hat.“

Die größten Defizite hatten die Tigers in Oldenburg auf den kleinen Positionen. Während die Langen unterm Korb das Duell mit 36:25 für sich entschieden, stotterte vor allem in der zweiten Hälfte der Spielaufbau (nur acht erfolgreiche Anspiele), kam von Außen nur ganz wenig (zwei Dreier-Treffer, neun Versuche) und ging der Ball allzu oft verloren (20 Ballverluste).

Gegen die starken und bis auf die Bank gut besetzten Oldenburger, die vergangene Woche Meister Bamberg lange die Stirn geboten hatten, vermissten die Tigers ihren verletzten Korbjäger Vaughn Duggins schmerzlich. „Diesen Verlust konnten wir nicht kompensieren“, musste Trainer Perovic nach Spielende erkennen. Dabei zeigte Johannes Lischka, der für Duggins in die Startformation gerückt war, eine ansprechende Leistung, war mit 14 Punkten und 6 Rebounds der effektivste Tübinger. Dafür blieben Kapitän Josh Young und Reggie Redding klar unter ihren Möglichkeiten.

Die Tigers waren furios gestartet: Über die Stationen 6:2 und 17:8 holten sie sich den ersten Durchgang mit 20:11. Dann allerdings hatten die Baskets ihren Rhythmus gefunden, schafften mit einer 9:0-Serie und sieben Jenkins-Punkten den Ausgleich zum 23:23. Bis zur Halbzeitpause lag der Meister von 2009 für die Tigers noch in Schlagdistanz (30:35).

Nach einem schwachen dritten Viertel (15:24) sorgten im Schlussabschnitt Julius Jenkins und Konrad Wysocki mit zwei Dreiern zur Oldenburger 67:48-Führung für die Vorentscheidung. In den letzten Minuten verloren die Tübinger immer wieder den Ball und offenbarten große Löcher in der Abwehr. So wurde den Baskets das Siegen am Ende leicht gemacht.

Tigers sehen in der zweiten Hälfte kaum Land
Abgeblockt: Reggie Redding gegen Oldenburgs Center Adam Chubb, am Samstag bester Werfer der Partie.Archivbild: Ulmer

Tigers-Chefcoach Igor Perovic: „Zwar haben wir das Spiel aufgrund unseres Größenvorteils unter dem Korb gut begonnen, aber nach den ersten Oldenburger Wechseln fehlte es in unserem Spiel an Struktur. Wir hatten dieser ausgeglichenen Oldenburger Mannschaft leider viel zu wenig entgegenzusetzen. Oldenburg hat besser verteidigt und eine breitere Bank. Die Baskets haben absolut verdient gewonnen. Wir konnten leider nur im ersten Viertel das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Uns war klar, dass Oldenburg eine starke Mannschaft hat, über die tiefere Bank verfügt und schneller spielen kann.“
Sebastian Machowski (Oldenburg): Kompliment an Igor Perovic und sein Team, das gut eingestellt ins Spiel gegangen ist. Wir hingegen haben nur schwer in die Partie gefunden und vor allem im ersten Viertel zu viele offene Würfe nicht getroffen. Erst ab dem zweiten Viertel haben wir über den Kampf ins Spiel gefunden und letztlich die Partie auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“

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15.10.2012, 12:00 Uhr

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