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Oh Schreck, kein Tannenbaum!

Tipps für den Last-Minute-Kauf

Die Geschenke sind verpackt, der Braten ist vorbereitet, aber der Weihnachtsbaum fehlt noch? Das TAGBLATT hat Rat für alle, die auf den letzten Drücker noch einen Baum besorgen wollen.

22.12.2012
  • Julia Heinzelmann & Bettina Mühlbach

Tübingen. Bei vielen Familien wird der Christbaum traditionell am Vormittag von Heiligabend aufgestellt. Bei einigen allerdings geht zu diesem Zeitpunkt die Suche nach dem perfekten „Last-Minute-Baum“ erst los. Aber für welche Sorte soll man sich bloß entscheiden? Hier eine kleine Orientierungshilfe im Dschungel der Weihnachtsbäume:

Beim Baumverkauf des „Obst- und Gemüseständles Manz“ in der Weststadt ist vor wenigen Tagen eine frische Lieferung Nadelbäume eingetroffen, und die Verkäufer haben alle Hände voll zu tun. „Alle Bäume bei Manz stammen aus Deutschland und sind fair gehandelt. Diese zwei Kriterien sind vielen Kunden sehr wichtig“, sagt ein Verkäufer, der seinen Namen nicht nennen möchte. Die Angestellten helfen weiter, wenn sich Kunden nicht entscheiden können, ob es eine Nordmanntanne, eine Fichte oder lieber eine Korktanne sein soll.

In Entringen bietet das Evangelische Jugendwerk die Reste seines alljährlichen großen Baumverkaufs an, der immer am Samstag vor dem dritten Advent ist. Jetzt sind immerhin noch rund hundert Exemplare übrig, vor allem Nordmanntannen, aber auch ein paar Blaufichten, alle aus dem Ländle.

Die Bäume sind inzwischen nicht mehr ganz frisch geschlagen, aber trotzdem kann man sich mit einem guten Gefühl für einen von ihnen entscheiden. Schließlich geht der gesamte Erlös des Verkaufs an drei Hilfsprojekte: ein Kinderheim in Kenia, das Missionswerk „Licht im Osten“ und den Weltdienst des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg. Verkauft werden die Bäume bei Familie Bühler in der Kirchstraße 22, heute tagsüber und an Heiligabend am Vormittag.

Die Blaufichten riechen am besten

Beim Unterjesinger Hofladen riecht man die Bäume schon, bevor man sie sieht. Der Familienbetrieb Müller/Reutter verkauft Fichten, Nordmanntannen, Blaufichten und Kiefern. „Die Bäume sind aus eigenem Anbau und werden täglich frisch geschlagen“, sagt Claudia Reutter. Diese Woche hatte sie besonders viel zu tun, denn der Andrang war enorm.

Bei der Auswahl, sagt sie, sollte man nicht die Größe des Baums unterschätzen. Im Freien wirke ein Baum immer kleiner als im Zimmer. Letztlich legt aber jeder Kunde auf etwas anderes Wert: „Nordmanntannen halten beispielsweise am längsten, aber dafür riechen Blaufichten am besten.“

Tatkräftige Last-Minute-Käufer haben heute die Möglichkeit, einen Weihnachtsbaum selber im Wald zu schlagen. Ein Trend, der vor allem bei Familien auf immer größere Resonanz trifft. Angeboten wird der Ausflug ins Grüne im Ofterdinger Wald und auch im Gemeindewald Ammerbuch (siehe Kasten). Die zuständigen Förster stehen den Teilnehmern unterstützend zur Seite und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Wer nicht so viel Zeit hat und sich in den nächsten Jahren dem Stress der Baum-Jagd entziehen will, kann sich ein wiederverwendbares „Gewächs“ aus Kunststoff zulegen – ewig grün und garantiert nicht nadelnd. Laut Toom-Pressesprecherin Daria Ezazi ist das ein wachsender Trend in Deutschland. Im Vergleich zur letzten Saison habe die Anzahl der verkauften Plastikbäume deutlich zugenommen.

Erlaubt ist, was gefällt

Zum Schluss noch ein Vorschlag: Wie wäre es denn mal mit einem ganz unkonventionellen (Nicht-)Baum? Anregungen dazu finden sich auf einer Bilderseite des TAGBLATTS vom 20. Dezember, auf der Leser/innen ihre kreativen Ersatzbäume vorstellen (im Internet: www.tagblatt.de, Rubrik „Bilder“). Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bäume aus Dachlatten, Plastikspielzeug oder bemalten Blechdosen – erlaubt ist, was gefällt.

Tipps für den Last-Minute-Kauf
Mitten im dichten Weihnachtswald: Beim „Obst- und Gemüseständle Manz“ gibt es noch reichlich Auswahl. Anderswo aber auch.

Den Weihnachtsbaum im Baumarkt oder beim Händler kaufen: Das geht zwar schnell, viel schöner ist aber das Angebot, einen Christbaum selber zu schlagen – vor allem für Familien. Dazu pilgert man gemeinsam an den angebotenen Terminen in den Wald, um mit dem begleitenden Förster den perfekten Baum fürs Wohnzimmer zu finden. So bleibt nach dem Fest die Erinnerung an ein gemeinsames (Natur-)Erlebnis. Auch heute kann man seinen eigenen Baum fällen, zum Beispiel in Ofterdingen von 9.30 bis 13 Uhr. Treffpunkt ist der Waldparkplatz Hardtsee, mitzubringen sind eine Säge oder Axt. Auch in Entringen können heute Bäume unter Anleitung gefällt werden. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Entringer Sportplatz, Handsägen müssen von den Teilnehmern
mitgebracht werden.

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22.12.2012, 12:00 Uhr

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