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Tipps von der Museumschefin
Ulrike Groos Foto: Gaby Gerster/Kunstmuseum Stuttgart
Ausstellungen

Tipps von der Museumschefin

14.01.2017
  • LENA GRUNDHUBER

Ulm. Sie ist Chefin des Kunstmuseums in Stuttgart: Ulrike Groos. Im Interview verrät sie, was sie in diesem Jahr besonders aufregend findet.

Worauf freuen Sie sich im Ausstellungsjahr 2017?

Ulrike Groos: Besonders auf die vielen internationalen Großausstellungen im nächsten Jahr wie die documenta, die Skulptur Projekte Münster und die Biennale in Venedig. Auch im Kunstmuseum Stuttgart wird viel Gegenwartskunst zu sehen sein. Wir werden mit Künstlerinnen und Künstlern zusammenarbeiten, die vor Ort neue Projekte realisieren werden. Das sind die für den Sparda-Kunstpreis „Kubus“ nominierten Künstlerinnen Corinne Wasmuht, Leni Hoffmann und Myriam Holme. Zudem freue ich mich auf unsere Künstlergespräche mit Sean Scully, Karin Kneffel oder Jorinde Voigt, die wir im Rahmen der Ausstellung „Sammlung Klein“ veranstalten werden.

Ein Höhepunkt im eigenen Haus?

Wir heben einen besonderen Schatz: Im Dezember eröffnet eine große Übersichtsausstellung zu Patrick Angus – die erste in Deutschland. Das Werk des 1992 mit 38 Jahren an Aids verstorbenen Künstlers wird erst seit kurzem (wieder-)entdeckt. Eines von Angus' wichtigsten Bildthemen ist die New Yorker Schwulenszene in den 1980er Jahren.

Und ein Highlight in Baden-Württemberg?

Ein Highlight ist sicherlich die Ausstellung „Cézanne. Metamorphosen“ in der Kunsthalle Karlsruhe, die mit zahlreichen internationalen Leihgaben bestückt sein wird. Auch das Ausstellungsprogramm der Tübinger Kunsthalle, die nach über zwei Jahren Umbau wieder öffnet, klingt vielversprechend. Ab Juli sind dort in einer Retrospektive Werke der iranischen Künstlerin Shirin Neshat zu sehen, von den Schriftfotografien der 1990er Jahre über Videoinstallationen bis hin zu aktuellen Werkblöcken.

Wofür würden Sie denn auch verreisen?

Athen/Kassel, Venedig und Münster stehen als Muss auf meiner Agenda. Besonders weil einige der jüngeren Künstler dort ausgestellt sind, die wir in den vergangenen Jahren gezeigt haben, so zum Beispiel Candice Breitz, Nevin Aladag oder Peles Empire. Das ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit. Meinen Koffer packe ich auch gerne für einen Trip zur Dix-Ausstellung nach Düsseldorf, für die das Kunstmuseum einer der Hauptleihgeber ist. Aus Anlass des Reformationsjahres möchte ich mir gerne die Berliner Ausstellung „Der Luthereffekt. 500 Jahre Protestantismus in der Welt“ anschauen, zudem im Kunsthaus Bregenz Adrián Villar Rojas. lgh

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14.01.2017, 06:00 Uhr

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