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Titel „Miss Handwerk“ als Ziel
Ein Kalender-Shooting hat Delia Sattler schon absolviert. Foto: Werbefotografie Weiss
Wahl

Titel „Miss Handwerk“ als Ziel

Oldtimer-Spezialistin Delia Sattler steht bei Wettbewerb im Finale. Dort will sie für ihr Metier werben.

07.01.2017
  • TILMAN BAUR

Benningen. Zwölf Männer und Frauen reisen im Frühjahr nach München zum Finale des vom Fachmagazin „Handwerksblatt“ initiierten Wettbewerbs „Miss und Mister Handwerk“. Eine der Finalistinnen ist Delia Sattler aus Benningen (Kreis Ludwigsburg). Auf die Idee sich zu bewerben, kam sie per Zufall beim Surfen auf Facebook. Dort tauchte immer wieder eine Anzeige auf, die auf den Wettbewerb hinwies. „Komm, jetzt probierst du es einfach mal“, habe sie sich schließlich gesagt und mitgemacht. Die 28-jährige Fahrzeuglackiererin hat ihre Berufsausbildung 2009 abgeschlossen.

Nachdem Sattler die erste Runde – ein Internetvoting – überstanden hatte, wurde sie zum Kalendershooting nach Düsseldorf eingeladen. Nach nur einer Stunde waren die Fotos im Kasten. Dazu kamen das Styling und der Dreh eines Videos, das bei der Endausscheidung in München in die Bewertung einfließt. Ein paar Wochen später lag dann nicht nur der fertige Kalender im Briefkasten, sondern auch die Nachricht, dass sie es ins Finale geschafft habe.

Chefin und Meister sind stolz

Das will sie nun natürlich gewinnen. „Ich hoffe das Beste. Aber die Konkurrenz ist sehr gut“, sagt Sattler. Ihrem Arbeitgeber, dem „Oldtimer Land“ in Pleidelsheim, hatte sie erst spät von ihrer Kandidatur erzählt. „Ich wollte nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht – bei einer Miss-Wahl denkt man ja eigentlich an etwas anderes.“ Als sie es dann in den Kalender geschafft hatte, machte sie es im Betrieb publik. „Meine Chefin und mein Meister waren sehr stolz auf mich“, sagt sie.

Mit dem Kalender und der Wahl will das „Handwerksblatt“ das Image der Handwerksberufe verbessern. „Damit wollen wir vor allem jüngere Leute ansprechen“, sagt Claudia Stemick von der Verlagsanstalt Handwerk. Sattler unterstützt dieses Anliegen. In ihrem Betrieb ist sie die einzige Frau. Dabei gebe es viele Gründe, ein Handwerk zu ergreifen. „In meinem Beruf sehe ich das Ergebnis meiner Arbeit“, sagt Sattler. Und die Möglichkeiten zur Weiterbildung seien fast unbegrenzt. Tilman Baur

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07.01.2017, 06:00 Uhr

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