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Zehn Jahre Freundschaft

Tobias Abt hat die Geschichte des Horber Mini-Rock-Festivals in 22 Minuten Film gebannt

Tobias Abt ist leidenschaftlicher Filmemacher. Der Wahl-Hamburger mit Bildechinger Wurzeln fliegt beruflich gerne Surfern in Helikoptern hinterher oder steht bei Berliner Independent-Serien hinter der Kamera. Tobias Abt ist aber vor allem auch eines: Er ist Mini-Rocker. In seinem 22-minütigen Film „Friendship“ erzählt er die Geschichte von 30 Rabauken, deren Motivation in mehr als zehn Jahren hauptsächlich eines war: Live-Musik in Horb am Neckar. Im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE erzählt er, wie es dazu kam. Das Video gibt's ganz unten am Ende des Interviews zu sehen.

21.08.2015

SÜDWEST PRESSE: Herr Abt, Sie waren selbst Gründungsmitglied des Mini-Rock-Festival-Vereins im Jahr 2004. Sie haben jede Krise mitgemacht. Sie sind immer noch dabei. Was machte für Sie den Reiz aus, die Geschichte des Vereins in 22 Minuten Bewegtbild zu bannen?

Tobias Abt: Das Mini-Rock-Festival ist etwas ganz Besonderes. Ganz wie der ehemalige Vorsitzende Stefan Lazar im Film sagt: Es ist mehr als Arbeit. Wir sind Freunde geworden und das über so viele Jahre. Das macht dann auch den Reiz am Film aus, etwas zu schaffen, was wir uns in vielen Jahren noch anschauen können und vielleicht unseren Kindern oder Enkeln zeigen können.

Der Film arbeitet mit drei zentralen Figuren, unter anderem dem ehemaligen Horber Gemeinderat Holger Zimmermann, der in den Anfangsjahren dem Projekt Mini-Rock-Festival als Pate zur Seite stand. Welche Bedeutung hatten diese drei für das Festival und auch für ihr Projekt?

Stefan, Julius und Holger sind alle drei sehr stark mit dem Festival verbunden und von Anfang an dabei. Holger hat uns vor allem in den Anfangsjahren extrem geholfen. Ohne ihn gäbe es das Festival nicht. Wir haben alle sehr viel von ihm gelernt. Die Entwicklung von Stefan vom 15-jährigen Teenager bis heute ist enorm, aber schon ganz am Anfang hatte er Selbstbewusstsein genug, um den Bands zu sagen, wo es lang geht. Julian Haufe kämpfte als langjähriger Finanzchef mehrfach um das Überleben des Festivals und da war es mir ganz wichtig, auch mal seine Sicht der Dinge zu zeigen.

Für den Film haben sie mehrere Tage an Film-Material gesichtet, aus mehr als zehn Jahren Festivalgeschichte. Wie aufwendig war für Sie die Produktion und hatten Sie Hilfe?

Es sind über 50 Stunden Roh-Material angefallen und dabei gibt es gar kein eigenes Video von 2007 bis 2011. Neben meinem eigentlichen Job in Hamburg ein solches Projekt zu stemmen ist schon sehr zeitaufwendig und somit war ich total happy, dass Vanessa Wiktor, ebenfalls Mini-Rockerin aus dem ersten Jahr, mit mir zusammen dem Film einen roten Faden gegeben hat – ohne sie wäre das Projekt nicht fertig geworden.

Welche Rolle haben dabei die Drehorte gespielt? Welche Ecken von Horb kommen darin vor und warum?

Wir haben in verschiedenen Stadtteilen gedreht. Das liegt natürlich auch daran, dass das Festival gewandert ist. Vom Festplatz nach Ihlingen 2010 und dann noch mal hoch auf den Hohenberg 2011 und 2012. Holger Zimmermann haben wir in seinem Haus und Büro in Ahldorf interviewt und die eine oder andere Nachtschicht am Schnittplatz fand in Bildechingen in meinem Elternhaus statt.

Der Film wurde zum ersten Mal am Vorabend des Mini-Rock-Festivals einem ausgewählten Publikum gezeigt. Anwesende berichten von emotionalen Szenen. Wie hat das Team den Film aufgenommen?

Ich glaube, dass war ein ganz besonderer Abend für alle Beteiligten. Ich danke dem Verein, der das möglich gemacht hat. Mit Leinwand und toller Sound-Anlage konnten wir den Film im Band-Zelt des Mini-Rock-Festivals zeigen. Die Reaktionen waren sehr positiv und zwischen Weinen und Lachen war alles an Emotionen dabei. Auch im Internet ist die Resonanz sehr positiv, es haben schon über 2000 Menschen den Film angesehen.

Haben interessierte Horber noch die Chance, den Film zu sehen? Vielleicht auch noch einmal auf größerer Leinwand?

Wir prüfen gerade die Möglichkeiten. Ganz toll wäre natürlich, wenn wir im alten Kino-Komplex eine öffentliche Premiere für alle Horber machen könnten.

Was passiert in neun Jahren? Macht man sich als Filmemacher schon Gedanken über ein neues Projekt, wenn das Festival aus den Teenager-Jahren wächst?

Wir sammeln jedes Jahr tolles Material auf dem Festival. Doch ob es in neun oder zehn Jahren das Festival noch gibt, wissen wir nicht. Ich würde mich sehr freuen und dann gibt es garantiert auch einen zweiten Teil des Films – versprochen!

Das Interview führte Benjamin Breitmaier

Hier gibt's das Video:

Tobias Abt hat die Geschichte des Horber Mini-Rock-Festivals in 22 Minuten Film gebannt
Tobias Abt in seinem Studio: Die gesamte Produktion von „Friendship“ dauerte mehr als ein Jahr.Privatbild

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21.08.2015, 12:00 Uhr

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