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Hubertusmessen

Töten gesegnet

Kritik am kirchlichen Segen der Jagd („Rottenburger Post“, 2. November).

13.11.2015

Töten mit kirchlichem Segen: Hubertusmessen stellen den heiligen Hubertus von Lüttich fälschlicherweise als Schutzpatron der Jagd dar. Laut Legende gibt es keinen Grund, Jäger zu segnen. Nach der Überlieferung erschien dem im Jahr 655 in Toulouse geborenen bei der Jagd ein Hirsch mit leuchtendem Kreuz – bekehrt gab er die Jagd für immer auf. Diese ist heutzutage nicht mehr überlebenswichtig.

Für die Regulierung der Wildtierbestände ist die (Hobby-)Jagd wohl keine geeignete Methode mehr. Hoher Jagddruck kann bei manchen Tierarten sogar die Fortpflanzungsrate erhöhen, Wildtierpopulationen können sich durch natürliche Selektion (Charles Darwin, 1859) selbst regulieren. „Die Klänge helfen uns aufzumerken. Sie sind ein hörbares Signal“, sagte Weihbischof Kreidler zum Klang der Blechbläser im Dom. Leider ein kirchliches Signal, dass der Ehrfurcht vor dem Leben widerspricht: Tiere haben dasselbe Recht auf Leben und Unversehrtheit wie wir!

Matthias Drengk, Rottenburg

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13.11.2015, 12:00 Uhr

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