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Marbach

Tolle Hengste, abgehalftert

07.03.2018

Von Roland Müller

Einem geschenkten Gaul, naja Sie wissen schon... Für die Auktion im Landgestüt Marbach muss man schon eher einen Geldkoffer mitbringen. Was aus den Bestsellern wurde, teilt das Gestüt auch mit. Foto: JJens Wolf/dpa

„Was macht eigentlich...“ ist eine Rubrik in dem Teil des Blätterwalds, den man früher „Klatschspalte“ nannte. Dort kann man, je nach Temperament, mit Mitleid oder Schadenfreude nachlesen, was aus Stars und Promis wurde, seit die Zeit im Rampenlicht vorbei ist. Schlagersänger bei der Möbelhaus-Eröffnung, Mimen in Privatinsolvenz, Pop-Sternchen als Mama und Kinderbuchautorin, et cetera. Seit RTL jährlich die Abgestürzten und Gescheiterten in den australischen Dschungel verfrachtet, sind solche Schicksale dem breiteren Publikum geläufig.

Pferde sind im „Dschungelcamp“ noch nicht zugelassen, obwohl es auch dort so einige Abgehalfterte gibt, die einst tolle Hengste waren. Das Haupt- und Landgestüt Marbach aber hat eine eigene „was-ist-aus-ihnen-geworden-Rubrik“ geschaffen: Für die Gestütsauktion am 10. März haben die Zucht-Experten zusammengestellt, was aus früheren Auktionskandidaten geworden ist. Frohe Kunde gibt es da etwa von der Fuchsstute „Cassandra“, die bei Turnieren als Teamplayer erfolgreich Kutschen zieht. Oder von Dressurhengst „Woody“: Der holte 2017 genau 2370 Ranglistenpunkte. Gleich danach folgt „Eminem A“, der weder Rapper ist noch Rappe – sondern „nur“ dunkelbraun.

Vom weiteren Werdegang erfolgloser Pferde wird indes aus Marbach (noch) nichts berichtet. Ob das auch dauerhaft so bleibt, bleibt abzuwarten. Wir vermuten dahinter eine Art Salami-Taktik.

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Erstellt:
7. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. März 2018, 06:00 Uhr

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