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TOO MUCH FLESH
Frankreich

Regie: Jean-Marc Barr / Pascal Arnold
Mit: Jean-Marc Barr,Elodie Bouchez,Rosanna Arquette

- ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
  • Oliver Fuchs

"Too much flesh" ist kein Bouchez-Film. Erst mal vergeht eine halbe Stunde, bis sie zum ersten Mal auftaucht. Und wenn sie dann da ist, reißt sie die Aufmerksamkeit keineswegs an sich. Nun ist Zurückhaltung ja keine schlechte Eigenschaft bei einem Star, aber dass dieser durch und durch sympathische Film dann doch nicht ganz so gut funktioniert, wie man es ihm wünschen würde, hat auch mit ihrer Rolle zu tun.

Es geht hier, wenn man so will, um die Geschichte einer Mann-Werdung. Lyle (großartig gespielt von Regisseur Jean-Marc Barr) ist trotz seiner 35 Jahre ein großer kleiner Junge, der zwar eine Ehefrau hat, aber kein Leben. Von den Leuten in seinem Dorf in Illinois wird er belächelt und verspottet, seine Frau liebt ihn bloß wie einen Bruder. Lyle ist ein Naturbursche, eine Forrest-Gump-Figur – nur ohne besondere Fähigkeiten.

Seine Sexualität entdeckt er erst, als die Ankunft der jungen Französin Juliette im Dorf für Unruhe sorgt. Die beiden lieben sich im Maisfeld. Was da genau passiert, wird nicht gezeigt, aber sein Gesichtsausdruck am nächsten Morgen verrät, dass es magisch gewesen sein muss.

Damit aus einem Außenseiter-Jungen ein Mann, überhaupt ein Individuum werden kann, braucht es also eine Frau. Barr findet für diese Befreiung ekstatische und dabei völlig ruhige Bilder, sein Film erstarrt in keiner Minute zum Klischee der Sorte Vamp-kommt-ins-Dorf-und-die-amour-fou-folgt-auf-dem-Fuße. Die Begegnung mit Juliette bedeutet einen tiefen Eingriff in Lyles Leben. Aber was bedeutet Lyle für Juliette? Was will sie und wer ist sie? "Too much flesh" zeigt nur die eine Seite einer Leidenschaft, die letztlich Fiktion bleibt.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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