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Routineflug über Tübingen

Tornado 345 Meter über dem Österberg

Im Tiefflug donnerte am Freitagvormittag ein Tornado-Kampfjet der Bundeswehr über Tübingen (wir berichteten). Alles ganz legal, heißt es jetzt in einem Antwortschreiben der Luftwaffe auf eine entsprechende TAGBLATT-Anfrage. Auch die vorgeschriebene Mindestflughöhe sei eingehalten worden.

27.08.2012
  • vor

Tübingen. Etliche Beobachter/innen hatten den Tiefflieger gesehen und gehört, der am Freitag kurz nach 10 Uhr über Tübingen einmal hin- und dann wieder zurückbrauste. „Wahrscheinlich ein Tornado aus dem bayerischen Lechfeld“, hatte ein Mitarbeiter vom „Bürgertelefon Militärischer Flugbetrieb“ (0800 – 8620730) gemutmaßt. Genaueres sei am Freitagmittag nicht mehr in Erfahrung zu bringen, hieß es in der zuständigen Pressestelle.

Am Montag nun war die Luftwaffe wieder voll auskunftsfähig: „Nach den uns vorliegenden Unterlagen wurde der Einsatz unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen durchgeführt“, heißt es in einer von Oberfeldwebel Thomas Poleschner gezeichneten Mail. Die Auswertung der Radar- und Flugbetriebsdaten durch die entsprechende Luftwaffen-Fachabteilung habe ergeben, dass am Freitag ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ Tornado „im Rahmen des täglichen Routineflugbetriebs im Bereich Tübingen geflogen ist“.

Dabei gab es offensichtlich einen Orientierungspunkt für den Piloten: Um 10.17 Uhr wurde der Österberg laut Bundeswehr in einer Höhe von 1135 Fuß – das entspricht etwa 345 Metern über Grund – überflogen. „Nach einem anschließenden Kurvenflug“, heißt es in der Luftwaffen-Mail weiter, wurde der Österberg um 10.18 Uhr erneut, diesmal in einer Höhe von 1208 Fuß (rund 370 Meter über Grund) direkt überflogen.

Selbst dicht besiedeltes Gebiet – auch die Tübinger Kliniken – dürfen Kampfjets im „Routineflugbetrieb“ in einer Mindesthöhe von 150 Metern überfliegen. Ausnahme sind Atomkraftwerke und Großstädte ab 100.000 Einwohnern.

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27.08.2012, 12:00 Uhr

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