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Tote und Vermisste nach Beben
Überlebt: Ein Verletzter wird aus den Trümmern eines Hauses in Pidie Jaya in der Provinz Aceh getragen. Foto: afp
Indonesien

Tote und Vermisste nach Beben

Ein starker Erdstoß knapp unter der Erdoberfläche hat die Provinz Aceh erschüttert. Die Zahl der Opfer wächst.

08.12.2016
  • DPA

Jakarta. Tote, zerstörte Häuser, aufgerissene Straßen: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 vor der Nordküste der Insel Sumatra hat die indonesische Provinz Aceh heimgesucht. Etwa 100 Tote wurden bis gestern Abend gefunden, stündlich wurden es mehr. Zahlreiche Menschen wurden vermisst. 300 Einwohner sind verletzt zu Kliniken gebracht worden. Der Herd des Bebens lag in nur acht Kilometern Tiefe, deshalb sind die Erschütterungen heftig ausgefallen.

Das Beben hatte die rund 130 000 Einwohner der Provinz um kurz nach 5 Uhr morgens überrascht. Viele von ihnen bereiteten sich auf das Morgengebet vor. Zahlreiche Menschen rannten in Panik auf die Straße. Im am schwersten betroffenen Distrikt Pidie Jaya rund 100 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Banda Aceh leben mehr als 130 000 Menschen.

„Wir haben drei Bagger in die zerstörten Bezirke geschickt, die Betonwände heben können“, sagte Katastrophenschutz-Chef Suyitno. Mindestens 125 Wohnungen, 105 Geschäfte und 14 Moscheen seien zerstört.

Fernsehsender zeigten eingestürzte Häuser und meterhohe Trümmerberge. Vor den Krankenhäusern leisteten Ärzte auf der Straße erste Hilfe, berichtete der stellvertretende Distriktchef Said Muyadi. Die Menschen hätten Angst vor Nachbeben und trauten sich deshalb nicht in Gebäude.

Die Gegend war am zweiten Weihnachtstag 2004 von einem Erdbeben mit Tsunami erschüttert worden. Damals starben dort rund 180 000 Menschen. Das Beben hatte eine Stärke von 9,1. Die größte Zerstörung verursachten die meterhohen Tsunamiwellen. Rund um den Indischen Ozean kamen mehr als 230 000 Menschen um.

Anders als vor zwölf Jahren lag das Epizentrum des Bebens diesmal nicht vor der Westküste Sumatras, sondern in einer Bucht an der Nordküste. Tsunami-Gefahr bestand nicht. Auch war der Erdstoß gemessen an früheren Katastrophen in der Region recht leicht. Der Erdbebenherd lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS allerdings nur acht Kilometer unter der Erdoberfläche. dpa

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08.12.2016, 06:00 Uhr

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