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Ellwangen

Totes Baby: Richter erwägt Verurteilung des Vaters

Im Fall eines zu Tode misshandelten Babys könnte der 26 Jahre alte angeklagte Vater vor dem Landgericht Ellwangen wegen Totschlags verurteilt werden.

16.03.2018
  • dpa/lsw

Ellwangen. Bislang steht der 26-Jährige aus Crailsheim wegen Körperverletzung mit Todesfolge vor Gericht. Der Mann soll im Oktober 2016 seine nur zwei Monate alte Tochter so schwer misshandelt haben, dass sie wenige Tage später in der Klinik gestorben ist.

Wie Richter Gerhard Ilk am Freitag während des zweiten Verhandlungstags erklärte, habe sich für ihn aus dem medizinischen Gutachten ergeben, dass Gewalt in einem sehr hohen Maß passiert sein muss. Der Vater hatte dagegen ausgesagt, sein schreiendes Kind sei ihm versehentlich aus dem Arm gefallen, mit der Stirn auf die Kante des Couchtisches geknallt und anschließend mit dem Kopf auf den Boden.

Das Gutachten habe dagegen ergeben, so der Richter, dass das Kind wohl massiv geschüttelt worden sei und dabei mit dem Kopf gegen einen harten Gegenstand gestoßen sein müsse. Die Mutter des getöteten Kindes war nach ihrer Aussage zum Tatzeitpunkt nicht in der Wohnung. Vor Gericht gab sie die Version ihres Partners wieder. Sie leben weiterhin als Paar zusammen und haben inzwischen ein weiteres Kind bekommen.

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16.03.2018, 17:56 Uhr | geändert: 16.03.2018, 17:50 Uhr

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